Holt der FC Bayern einen Backup-Stürmer für Harry Kane aus Mainz? Wie Sky zuletzt berichtet hatte, soll DFB-Nationalspieler Jonathan Burkardt ein möglicher Kandidat für diese Rolle beim deutschen Rekordmeister sein.
Bayern? Besonderer Rat an Burkardt
Bundesliga-Edeljoker Nils Petersen würde ein Interesse des FC Bayern an Burkardt wenig überraschen: „Mit dieser Quote ist es normal, dass du ins Fadenkreuz der Bayern gerätst“, verriet Petersen bei Sky.

Rolle als Anführer? „Das hätte er bei Bayern nicht mehr“
Burkardt kommt in der laufenden Saison in 22 Bundesliga-Einsätzen auf 15 Tore und drei Vorlagen. Seine Mannschaft führt er in Abwesenheit von Silvan Widmer meist als Kapitän auf das Feld. Ein Szenario, das aus Sicht Petersens für einen Verbleib des 24-Jährigen in Mainz sprechen sollte.
„Er ist schon ein sensibler Spieler, der auch Wertschätzung braucht und dann gut ist. Die Kapitänsbinde tut ihm wahnsinnig gut, er führt seine Mannschaft und dann ist er auch gut. Das hätte er bei Bayern nicht mehr. Ich würde ihn gerne noch länger bei Mainz 05 sehen, wo er auf Jahre gesehen auch hinpasst.“
In München wäre Burkardt mit großer Wahrscheinlichkeit nur zweiter Stürmer hinter Superstar Harry Kane. Eine Rolle, mit der sich der deutsche A-Nationalspieler zufriedengeben müsste. „Ob er auch Lust hätte auf diese Rolle beim FC Bayern ...“, zeigte sich Petersen skeptisch: „Harry Kane fällt nicht oft aus. Er ist auch ein Spieler, den man nicht gerne vom Platz nimmt. Seine Einsatzzeiten würden arg weniger werden.“
Der 36-Jährige ist sich sicher: „Jonathan Burkardt muss wissen: Du wirst eher Nationalspieler, wenn du 15 Tore für Mainz schießt, als wenn du dann zwei Tore in Kurzzeiteinsätzen bei Bayern schießt.“
Petersen wechselte einst selbst nach München
Petersens Wort in dieser Sache hat ein gewisses Gewicht - der Ex-Profi weiß schließlich, wovon er spricht: 2011 wechselte er als Zweitliga-Torschützenkönig (25 Tore) von Energie Cottbus selbst zum FC Bayern, konnte sich dort aber nie durchsetzen. In gerade einmal 15 Einsätzen für die Profis kam er auf vier Tore, nach nur einem Jahr wurde er erst an Werder Bremen verliehen, später dorthin verkauft - und seine Karriere kam wieder in Schwung.
In Mainz steht Burkardt noch bis 2027 unter Vertrag, mit den Rheinhessen liegt der Stürmer nach 26 Spieltagen auf Champions-League-Kurs.