Mit der Eröffnungsfeier hat in Paris der erste Höhepunkt der 31. Olympischen Sommerspiele begonnen. Um 19.30 Uhr startete bei Regenwetter die außergewöhnliche Zeremonie in der französischen Hauptstadt, die sich diesmal nicht in einem Stadion abspielt.
Eröffnungsfeier in Paris gestartet
Einzigartige Inszenierung an der Seine
Die Feierlichkeiten werden auf einem sechs Kilometer langen Teilstück der Seine inszeniert, die entscheidenden Programmpunkte finden auf einer Bühne zwischen Eiffelturm und Trocadero statt. Dort verfolgen auch IOC-Präsident Thomas Bach sowie rund 120 Staatsoberhäupter um Frankreichs Präsidenten Emmanuel Macron die Zeremonie.
Offizielle Eröffnung durch Macron
Macron wird gegen 22.45 Uhr die Spiele offiziell eröffnen, wenig später wird eine noch geheim gehaltene Sportpersönlichkeit das Olympische Feuer entzünden. Rund 320.000 Zuschauer wurden zur größten Eröffnungsfeier der Olympia-Geschichte erwartet, rund 100.000 Tickets wurden für bis zu 2700 Euro verkauft, zudem gab es 220.000 kostenlose Karten, um das Geschehen entlang der Seine zu verfolgen.
Großes Interesse und strenge Sicherheitsmaßnahmen
Jenseits des streng abgeriegelten Bereichs der Feierlichkeiten hatten sich schon frühzeitig viele Menschen eingefunden, um einen Blick auf die Olympia-Party zu erhaschen, bei der unter anderem US-Sängerin Lady Gaga auftreten soll. 45.000 Polizisten und 15.000 Soldaten hielten aber sämtliche "Unbeteiligte" fern.
Parade der Athleten auf der Seine
Die Parade der Athleten und Athletinnen findet in Booten auf der Seine statt, von den rund 10.500 Sportlern und Sportlerinnen der Spiele sollen mehr als 6000 an Bord dabei sein. Das deutsche Team mit dem Fahnen-Duo Anna-Maria Wagner und Dennis Schröder fährt mit dem dritten Boot die Seine hinab.
Internationale Topstars als Fahnenträger
Zu den weiteren Fahnenträgern zählen viele Topstars des internationalen Sports, darunter die Basketballer LeBron James (USA) und Giannis Antetokounmpo (Griechenland) sowie Chinas Tischtennis-Ikone Ma Long. "Ich wollte immer Teil Olympischer Spiele sein. Und dass ich das jetzt geschafft habe, macht mich sehr glücklich", sagte Antetokounmpo.
Sabotageakte am Morgen
Nichts zu merken war von den Ereignissen des Morgens, als Brandanschläge auf technische Anlagen weite Teile des französischen Bahnverkehrs lahmgelegt hatten. Premierminister Gabriel Attal sprach von "koordinierten und vorbereiteten Sabotageakten".
Auswirkungen auf die Eröffnungsfeier
Rund 800.000 Fahrgäste waren betroffen, auf die Eröffnungsfeier sollte dies laut Bürgermeisterin Anne Hidalgo „keine Auswirkungen“ haben. Das „Jahrhundertereignis“ konnte wie geplant beginnen. Allerdings verpassten einige deutsche Athleten die Feier, weil sie wegen des Zug-Chaos verspätet in Paris eingetroffen waren.