Für Frankreichs Nationaltrainer Didier Deschamps kommt es derzeit knüppeldick.
Diese Stars verpassen die WM
Wenige Tage vor dem WM-Start der Franzosen ereilte den französischen Nationaltrainer die nächste Hiobsbotschaft: Auch Karim Benzema muss seine Teilnahme am Turnier in Katar absagen. Der Franzose verletzte sich einen Tag vor der Eröffnungsfeier am Oberschenkel. (DATEN: Spielplan und Ergebnisse der WM)
Mit Christopher Nkunku, Paul Pogba, N‘Golo Kanté und Presnel Kimpembe fehlen Frankreich weitere langjährige Leistungsträger.
Zuletzt ereilte auch Bundestrainer Hansi Flick eine Hiobsbotschaft: RB-Stürmer Timo Werner verletzte sich knapp drei Wochen vor dem WM-Start und wird das Turnier verpassen.
Das Turnier in Katar werden notgedrungen aber auch weitere Superstars zu Hause verfolgen müssen, während vom 20. November bis zum 18. Dezember der neue Weltmeister ausgespielt wird. (DATEN: Gruppen und Tabellen der WM)
SPORT1 zeigt, welche Stars ausfallen bzw. nicht am Start sind.
Verletzungsbedingt:
Timo Werner (Deutschland)
Wie RB Leipzig mitteilte, verletzte sich der Stürmer Anfang November am Sprunggelenk und zog sich einen Riss des Syndesmosebandes zu. Er selbst bezeichnete den Ausfall als „sehr bitter“. Der 26-Jährige fehlt bis Jahresende.
Marco Reus (Deutschland)
Mit Reus fällt der nächste Leistungsträger für die Weltmeisterschaft aus. Der BVB-Star kann wegen einer Verletzung am rechten Sprunggelenk nicht mit zum Turnier nach Katar reisen. Mitte September hatte sich Reus verletzt. Vier Wochen später gab er zwar sein Comeback, seitdem hatte der Offensivspieler aber immer wieder Probleme.

Lukas Nmecha (Deutschland)
So langsam gehen Hansi Flick die Alternativen aus!
Wie der VfL Wolfsburg mitteilte, hat sich der Stürmer Anfang November beim 2:0-Erfolg gegen Borussia Dortmund einen Teilabriss der Patellasehne im rechten Knie zugezogen und wird die WM verpassen.
Florian Neuhaus (Deutschland)
Kreuzbandanriss lautete die bittere Diagnose des Gladbach-Stars. „Es gab Kontakt mit Flick“, sagte Neuhaus bei Sky. „Wir haben die Situation besprochen.“ Sein WM-Aus machte er damit öffentlich, „auch wenn es für mich schon länger feststand“.
Mo Dahoud (Deutschland)
Der Dortmunder hätte durchaus Chancen bei Bundestrainer Hansi Flick gehabt, hätte er nach starken ersten Spielen in dieser Saison so weitermachen können. Stattdessen musste der Mittelfeldspieler eine Schulter-OP durchführen lassen.
José Gayà (Spanien)
WM-Schock für Spanien! Die spanische Nationalmannschaft muss bei der Weltmeisterschaft in Katar auf José Gayà verzichten. Der Linksverteidiger vom FC Valencia zog sich beim Training am Mittwoch eine Verletzung am Knöchel zu. Für den 27-jährigen wurde Alejandro Balde (19) vom FC Barcelona nachnominiert.
Sadio Mané (Senegal)
Jetzt ist es offiziell: Wie Senegals Teamarzt Teamarzt Manuel Afonso auf einer Pressekonferenz bestätigte, wird Sadio Mané für die gesamte WM in Katar definitiv ausfallen. Der senegalesische Fußballverband twitterte eine entsprechende Meldung am frühen Donnerstagabend. Ein MRT habe am Donnerstag ergeben, dass „die Entwicklung nicht so günstig ist, wie wir es uns vorgestellt haben“, wird Afonso in der Mitteilung zitiert. Der Senegal hatte bis zuletzt darauf gehofft, dass der Bayern-Star seine Sehnenverletzung während des WM-Turniers ausheilen könnte - doch daraus wird nun nichts mehr.
Karim Benzema (Frankreich)
Die WM findet ohne den Ballon-d‘Or-Gewinner statt! Karim Benzema verletzte sich im Training am Samstag am Oberschenkel, eine Untersuchung am Samstagabend offenbarte laut übereinstimmenden französischen Medienberichten einen Muskelriss. Der Verband sprach von einer Muskelverletzung.
Christopher Nkunku (Frankreich)
Bittere Pille für den Leipziger! Nkunku spielte trotz überragender Leistung in der Bundesliga bei Frankreich-Trainer Didier Deschamps bisher nur eine untergeordnete Rolle. Erst acht Länderspiele absolvierte er für den Weltmeister 2018. Umso größer die Freude der Nominierung für die WM. Doch im Training der Franzosen erlitt Nkunku eine Verstauchung im Knie. Nach SPORT1-Informationen fällt er sechs bis acht Wochen aus.
Paul Pogba (Frankreich)
Auf den Mittelfeldturbo, beim WM-Titel 2018 eine der prägenden Figuren und Torschütze im Finale gegen Kroatien, muss Deschamps ebenfalls verzichten. Eine Muskelverletzung im Oberschenkel, die sich Pogba laut Gazzetta dello Sport kurz nach der Rückkehr auf dem Trainingsplatz (nach langem Ausfall wegen einer Knieverletzung) zugezogen hat, ist Schuld am WM-Aus.
N‘Golo Kanté (Frankreich)
2018 war der Mittelfeldabräumer noch einer der Erfolgsgaranten beim aktuellen Weltmeister. Nun wird Kanté aber den Wettbewerb verpassen. Er wurde Mitte Oktober am hinteren Oberschenkel operiert und fehlt auch dem FC Chelsea noch lange.
Presnel Kimpembe (Frankreich)
Der nächste große Rückschlag ist der Ausfall von Innenverteidiger Kimpembe. Wie sein Verein Paris Saint-Germain Anfang November mitteilte, zog sich der 27-Jährige eine Verletzung an der Achillessehne zu. Erst vor kurzem erholte er sich von einer Oberschenkelverletzung.
Diogo Jota (Portugal)
Der Reds-Star bezahlte das Topspiel Mitte Oktober gegen Manchester City teuer. Der Portugiese zog sich eine schwere Wadenverletzung zu und fehlt mehrere Monate. „Es ist wirklich keine gute Nachricht für Diogo“, erklärte sein Coach Jürgen Klopp.
Giorgino Wijnaldum (Niederlande)
Auch die Niederlande gehen geschwächt in das Turnier. Immerhin gehörte Wijnaldum in den vergangenen Jahren stets zum Stammpersonal. Doch ein Schienbeinbruch im August bedeutet das WM-Aus.
Reece James (England)
Der Rechtsverteidiger des FC Chelsea hat sich Mitte Oktober eine Knieverletzung zugezogen und kann die Weltmeisterschaft auch vergessen. England fehlt somit der Stammspieler auf der defensiven Außenbahn.
Ben Chilwell (England)
England muss neben James auch auf einen weiteren Außenverteidiger verzichten. Chilwell vom FC Chelsea verletzte sich Anfang November am Oberschenkel.
Bouna Sarr (Senegal)
Bayerns Dauerbankdrücker Sarr wäre in der senegalesischen Nationalmannschaft wohl gesetzt gewesen. Im September musste sich der 30-Jährige wegen anhaltender Patellasehnenprobleme allerdings einer Knie-OP unterziehen und fällt noch länger aus.
Philippe Coutinho (Brasilien)
Auch Aston Villas Mittelfeld-Star Coutinho wird die WM verpassen. Der frühere Bayern-Star zog sich Anfang November eine Quadrizeps-Verletzung zu und wird zwischen sieben und zehn Wochen ausfallen. Der Spielmacher hatte aufgrund seines Formtiefs und des Mangels an regelmäßigen Einsätzen bereits einen schweren Stand, um es in den Kader der Selecao zu schaffen, aber die Verletzung schließt den 30-Jährigen nun für Katar definitiv aus.
Arthur Melo (Brasilien)
Der FC Liverpool muss lange auf den brasilianischen Mittelfeldspieler verzichten. Melo zog sich im Oktober eine Muskelverletzung zu und musste operiert werden. Es heißt, der 26-Jährige werde Klopp drei bis vier Monate lang nicht zur Verfügung stehen. (Das ist Klopps Überraschungstransfer Arthur Melo)
Giovani Lo Celso (Argentinien)
Das ist ein herber Rückschlag für einen WM-Mitfavoriten! Auch Mittelfeldspieler Lo Celso von Villarreal fällt wegen einer Ende Oktober erlittenen Beinverletzung für die Weltmeisterschaft aus. Das argentinische Sportblatt Olé titelte gar: „Die schlimmste Nachricht.“
Nicolás González (Argentinien)
Die argentinische Nationalmannschaft muss bei der Jagd auf den dritten Weltmeistertitel auf Nicolás González verzichten. Wie der Verband am Donnerstagabend bekannt gab, zog sich der ehemalige Stuttgarter im Training eine Muskelverletzung zu und wird nicht an der Endrunde teilnehmen. Als Ersatzmann für den Stürmer wird Ángel Correa von Atlético Madrid nachnominiert.
Joaquin Correa (Argentinien)
Auch Joaquin Correa muss bei der WM passen. Der Angreifer von Inter Mailand musste noch vor Turnierstart verletzungsbedingt abreisen. Die genaue Verletzung gab der Verband nicht bekannt, für ihn wurde Thiago Almada aus der MLS nachnominiert.
Alexis Saelemaekers (Belgien)
Der Flügelstürmer des AC Mailand wird das Turnier in Katar definitiv verpassen, da der 23-Jährige Anfang Oktober einen Innenbandriss im Knie erlitten hat. Milan plant erst im kommenden Frühjahr wieder mit dem belgischen Nationalspieler.
Nicht nominiert:
Mats Hummels (Deutschland)
Der Weltmeister von 2014 machte sich nach einer bislang starken Saison berechtigte Hoffnungen auf seine dritte WM-Teilnahme. Doch Nationaltrainer Flick hatte andere Pläne und zog dem 33-Jährigen jüngere Spieler vor. „Wenig überraschend ist das eine der größeren Enttäuschungen meiner Karriere“, erklärte der Abwehrspieler auf seinem Instagram-Account nach seiner Nichtnominierung.
Jadon Sancho (England)
Bei der EM im vergangenen Jahr stand der frühere Dortmunder noch im englischen Kader, doch nach seinem Wechsel 2021 zu Manchester United ist die Karriere des 22 Jahre alten Flügelflitzers ins Stocken geraten, weshalb es nicht für eine WM-Nominierung reichte.
Renato Sanches (Portugal)
2016 bei Portugals Triumph bei der EM in Frankreich ging der Stern des Mittelfeldspielers auf, im Anschluss lief es für den früheren Bayern-Star aber nicht mehr wirklich rund. Seit dieser Saison spielt der 25-Jährige für Paris Saint-Germain und kommt auch regelmäßig zum Einsatz, doch für die WM wurde er nicht nominiert.
Robert Firmino (Brasilien)
Die Konkurrenz in der brasilianischen Offensive ist immens, weshalb der Liverpool-Stürmer keine Berücksichtigung fand. Das Turnier 2018 dürfte die einzige WM-Teilnahme des 31-Jährigen bleiben.
Thiago (Spanien)
Bei Liverpool ist der Mittelfeldlenker einer der Topstars, doch in der spanischen Nationalelf ist kein Platz mehr für den 31-Jährigen. Nationaltrainer Luis Enrique setzt lieber auf Nachwuchsstars wie Pedri und Gavi.
Sergio Ramos (Spanien)
Der 36 Jahre alte Abwehrspieler von Paris Saint-Germain kann auf eine Karriere voller Titel und Triumphe zurückblicken, doch auch Ramos fällt der Verjüngungskur im spanischen Kader zum Opfer. Der Weltmeister von 2010 hätte gerne noch eine fünfte WM gespielt.
David de Gea (Spanien)
Vor vier Jahren bei der WM in Russland war der Torhüter von Manchester United noch Stammkeeper der Spanier. Doch schon seit Ende 2020 ist der 32-Jährige nur noch Ersatz, im laufenden Jahr wurde er überhaupt nicht mehr berufen.
Aus sportlichen Gründen:
Erling Haaland (Norwegen)
In der Premier League bricht der Stürmerstar von Manchester City einen Rekord nach dem anderen und trifft nach Belieben. Doch bei der WM ist der frühere Dortmunder zum Zuschauen verurteilt. In der Qualifikationsgruppe G reichte es für Norwegen nur zu Platz drei hinter den Niederlanden und der Türkei.
Zlatan Ibrahimovic (Schweden)
Ein weiterer skandinavischer Goalgetter, der bei der WM fehlen wird – zum einen weil Schweden im Playoff-Finale der Qualifikation 0:2 in Polen verlor, zum anderen weil der mittlerweile 41-Jährige vom AC Mailand seit geraumer Zeit wegen einer schweren Knieverletzung ausfällt und erst 2023 zurückkehren wird.
Mo Salah (Ägypten)
Auch der Offensivstar von Liverpool wird die WM am Fernseher verfolgen müssen, weil er in der entscheidenden dritten Runde der Afrika-Qualifikation im Elferschießen mit den Pharaonen am Senegal scheiterte. Pikanterweise stand sein damaliger Teamkollege Sadio Mané, der inzwischen für den FC Bayern auf Torejagd geht, auf der gegnerischen Seite.
Pierre-Emerick Aubameyang (Gabun)
Bereits in der zweiten Runde der Afrika-Qualifikation hatte Chelseas Goalgetter mit Gabun die Segel streichen müssen. Als Tabellenzweiter hatte man am Ende sieben Punkte Rückstand auf Gruppensieger Ägypten. Im Mai trat der 33-Jährige nach 72 Länderspielen und 30 Toren aus der Nationalmannschaft zurück.
David Alaba (Österreich)
Der Abwehrstar von Real Madrid qualifizierte sich mit Österreich zweimal für eine Europameisterschaft, auf seine erste WM-Teilnahme muss Alaba weiter warten. Österreich verlor im Playoff-Halbfinale der Qualifikation mit 1:2 in Wales.
Gianluigi Donnarumma (Italien)
Wie Alaba ist auch Italiens Nationaltorhüter noch nicht in den Genuss einer WM gekommen, dafür triumphierte er 2021 im EM-Finale gegen England im Elfmeterschießen. Umso schockierender war für Fußball-Italien das Scheitern in der WM-Qualifikation, als man im Playoff-Halbfinale 0:1 gegen Nordmazedonien verlor.
Riyad Mahrez (Algerien)
Wie auch Ägypten verloren Algerien und der Mittelfeldspieler von Manchester City das entscheidende Duell der dritten Runde. Gegner Kamerun setzte sich aufgrund der Auswärtstorregel durch. Somit bleibt 2014 die einzige WM-Teilnahme von Mahrez, als er nur im ersten Spiel gegen Belgien zum Einsatz kam.