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Trauer um einen der kontroversesten Bösewichte der Wrestling-Geschichte

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Trauer um legendären Ring-Bösewicht

Ed Wiskoski alias Colonel DeBeers ist tot. Seine Verkörperung eines rassistischen Apartheid-Obersts war eine der kontroversesten Rollen der Wrestling-Geschichte - und nicht seine einzige.
Colonel DeBeers bei einem Auftritt für die Liga AWA in den Achtzigern
Colonel DeBeers bei einem Auftritt für die Liga AWA in den Achtzigern
© WWE Network
mhoffmann
Ed Wiskoski alias Colonel DeBeers ist tot. Seine Verkörperung eines rassistischen Apartheid-Obersts war eine der kontroversesten Rollen der Wrestling-Geschichte - und nicht seine einzige.

Trauer um eine einst höchst kontroverse Wrestling-Legende Edward Wiskoski alias Colonel DeBeers ist tot.

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DeBeers war in den Achtzigern eine in den USA national bekannte Schurkenfigur: In der Liga AWA – in der einige Jahre zuvor Hulk Hogan seinen Durchbruch gefeiert hatte – porträtierte Wiskoski einen Rassisten, der die Fans immer wieder mit Tiraden gegen Menschen mit anderer Hautfarbe reizte. (NEWS: Alle Neuigkeiten zu WWE)

Colonel DeBeers: Eine kontroverse Figur

Grundlage für den Charakter war die politisch angespannte und weltweit beachtete Lage in Südafrika, wo seinerzeit noch die Apartheid (Rassentrennung) galt. Wiskoski spielte einen Militär-Oberst, der das System stützte. Der Name „DeBeers“ spielte auf die gleichnamige südafrikanisch-britische Diamantenfirma, die als Nutznießer der Apartheid berüchtigt war.

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DeBeers hatte in der AWA eine große Rivalität mit WWE Hall of Famer „Superfly“ Jimmy Snuka (seinerseits wegen der ungeklärten Rolle beim Tod seiner Freundin Nancy Argentino eine zwielichtige Persönlichkeit). Auch mit Sgt. Slaughter und dem jungen Scott Hall (dem späteren Razor Ramon bei WWE) hatte DeBeers Fehden. In einem aus heutiger Sicht denkwürdigen Segment warf DeBeers dem 2022 verstorbenen Hall vor laufender Kamera Steroidmissbrauch vor.

Als DeBeers in seine bekannteste Rolle schlüpfte - die heute auf so großer Bühne undenkbar wäre -, hatte er schon eine längere Karriere hinter sich.

Wiskoski provoziert auch mit Rolle als Sektenführer

Der ehemalige College-Footballer der Northwest Missouri State University war ein Schüler der Ringikone Harley Race, wegen seiner Fertigkeiten im Ring und am Mikrofon war er unter verschiedenen Künstlername seit den Siebzigern eine Größe der regionalen Wrestling-Szene.

An der Westküste bildete Wiskoski unter seinem bürgerlichen Namen ein vieldekoriertes Tag Team mit „Playboy“ Buddy Rose, auch mit dem auch aus Hollywood bekannten Hogan-Erzrivalen Roddy Piper („Sie leben“) hielt Wiskoski einst in Kalifornien die NWA World Tag Team Titles. Auch Weggefährte Piper war dafür bekannt, seinen Ruf als Enfant terrible mit rassistischen Provokationen seines Alter Egos zu mehren: Man denke an die berühmte Attacke auf den Fidschianer Snuka mit einer Kokosnuss oder wie er sich für ein WrestleMania-Match gegen den Afroamerikaner Bad News Brown zur Hälfte schwarz anmalte - WWE hat sich von den Auftritten mittlerweile distanziert.

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Wiskoski lebte sein Faible für kontroverse Figuren auch schon kurz vor seiner Zeit als Colonel DeBeers aus: In den Achtzigern spielte er in Oregon einen Charakter namens Mega Maharishi Imed, der auf den realen Sektenführer Bhagwan Shree Ranesh anspielte, dessen Jünger 1984 zehn Restaurant-Salatbars in der Kleinstadt The Dalles mit Salmonellen vergifteten – es war der erste und bis heute größte Fall von Bioterrorismus in den USA (zum Glück ohne Todesfälle).

Kurzes Gastspiel bei WWE

1983 bestritt Wiskoski als „Polish Prince“ auch einige Matches bei WWE (damals: WWF), begleitet von Manager-Ikone „Classy“ Freddie Blassie. Ein längeres Engagement entwickelte sich daraus jedoch nicht.

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Nach seiner aktiven Karriere unterhielt Wiskoski zusammen mit Ex-Partner Rose eine Wrestling-Schule, zu seinen berühmtesten Schützlingen zählte das rhetorisch brillante und tragisch früh verstorbene Manager-Talent „Sweet & Sour“ Larry Sweeney.

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Wiskoski, der zuletzt in Arizona lebte, ist am vergangenen Donnerstag im Alter von 80 Jahren verstorben, wie seine Familie mitteilte.