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WWE sollte getoppt werden - doch vermeintliche neue Superliga WES erlebt Desaster

Fiasko für vermeintliche Superliga

Die neue Wrestling-Promotion WES wollte „die Zukunft des Sport-Entertainment“ sein und aus dem Stand WWE toppen - doch sie erlebt ein völliges Desaster.
Nach Absagen von unter anderem Nia Jax und Braun Strowman hat WES seine Debütshow abgesagt
Nach Absagen von unter anderem Nia Jax und Braun Strowman hat WES seine Debütshow abgesagt
© Imago
Die neue Wrestling-Promotion WES wollte „die Zukunft des Sport-Entertainment“ sein und aus dem Stand WWE toppen - doch sie erlebt ein völliges Desaster.

Sie kündigten sich an als „Zukunft des Sport-Entertainment“, versuchten bei ihrem Debüt, WWE zu übertrumpfen - das Ergebnis ist eine heftige Bruchlandung.

Die neue Wrestling-Liga WES, die eigentlich ein großes Debüt mit zahlreichen Stars wie den früheren WWE-Champions Adam Scherr alias Braun Strowman und Lina Fanene (Nia Jax) hatte feiern wollen, hat ihre Premierenshow nun zum zweiten Mal abgeblasen. Vorausgegangen waren Berichte über einen desaströs laufenden Ticketverkauf sowie zahllose Irritationen, Absagen und teils offene Wut der angekündigten Protagonisten. (NEWS: Alle Neuigkeiten zu WWE)

Die Zukunft der vom Ex-WWE-Championduo Gzim Selmani und Sunny Dhinsa (The Authors of Pain) gesteuerten Promotion erscheint spätestens jetzt höchst ungewiss.

  • WWE macht Theory zu Mr. Money in the Bank - ein neuer Megastar oder ein Missgriff? Heelturn - der SPORT1 Wrestling Podcast - die aktuelle Folge auf SPORT1, Spotify, Apple Podcasts, Google Podcasts und überall, wo es Podcasts gibt

WES wollte in England mehr Fans locken als WWE

Die Pläne, die WES geschmiedet und verkündet hatte, waren dabei groß: Am 6. Juni sollte die erste WES-Show in der Motorpoint Arena in Nottingham steigen, einer Halle, die 10.000 Zuschauer fasst - der Startup wollte damit aus dem Stand mehr Fans anlocken, als WWE bei der größten Show der jüngsten Europatour in London geschafft haben soll (ca. 8000).

Als Hauptmatch war ein Titelkampf zwischen Scherr und dem in England geborenen Kampfsportler Alistair Overeem angesetzt, der in der UFC unter anderem Brock Lesnar bezwungen hatte.

Angekündigt war zudem eine Reihe weiterer Stars, von denen einige erstmals außerhalb eines WWE-Ring zu sehen sein sollten - neben The Rock-Cousine Fanene unter anderem auch CJ Perry (Lana) und Rob-Gronkowski-Kumpel Dean Muhtadi (Mojo Rawley).

Ende Mai jedoch gab es den ersten großen öffentlichen Rückschlag für das Projekt: WES verschob die Show auf den 9. Juli - unter Berufung auf logistische Schwierigkeiten, bedingt durch eine Umplanung der Show, die eigentlich hätte in Dubai stattfinden sollen, dann aber durch den Tod des Landespräsidenten Scheich Khalifa Bin Zayed Al Nahyan hätte umziehen müssen. In England hätte ihnen zudem die Terminkollision mit dem Thronjubiläum von Queen Elizabeth das Leben schwer gemacht.

Braun Strowman, Nia Jax und viele andere Stars sprangen ab

Bald nach der Ankündigung sprang Deonna Purrazzo als erste Wrestlerin öffentlich ab (“frustrierend, um das Mindeste zu sagen“), nach und nach verschwanden dann auch weitere Stars von der Card, allen voran der frühere Strowman.

Während dieser zunächst geräuschlos durch den früheren Impact-Champion Moose ausgetauscht wurde, folgten bei anderen Stars öffentliche Irritationen: Der eigentlich als Kommentator angekündigte Matt Rehwoldt (Aiden English) fluchte, dass er für die WES-Verschiebung extra noch ein anderes Booking abgesagt hätte, dann aber von den Verantwortlichen „geghostet“ worden wäre, jeder Kontakt sei plötzlich eingestellt worden. WES hätte ihn also nicht nur Zeit und Nerven, sondern auch noch Geld gekostet.

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Fanene, die frühere Nia Jax, kündigte kurz darauf an, dass sie ebenfalls nicht bei der Show dabei sein würde - WES warb aber noch tagelang mit ihrem Gesicht, bis Fanene sich ein weiteres Mal meldete und klarstellte, dass sie wirklich nicht kommen werde und WES „Irreführung“ betreibe.

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Kaum Tickets verkauft - Schuldzuweisung an die Wrestler

Am Mittwoch verkündete WES schließlich die Absage der Show und führte als Grund an, dass „so viele Leute nicht auftauchen würden“. Die Schuldzuweisung hatte weitere wütende Reaktionen vorher angekündigter Stars zur Folge.

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Kurz zuvor hatte ein Reporter des englischen Daily Star berichtet, dass WES nur 350 Tickets verkauft hätte, dass also über 95 Prozent der 10.000 Sitze leer zu bleiben drohten.

Gronk-Kumpel Muhtadi - der für WES eigentlich sein erstes Match lang seinem langwierigen und lebensgefährlichen Corona-Drama hatte bestreiten sollen und als einer der letzten größeren Namen noch auf der Card war - kündigte als Ersatztermin ein Meet and Greet mit ihm an. Für Ticketkäufer soll es umsonst sein, der Erlös der anderen Gäste soll an die lokalen britischen Wrestler gehen, die nach Angaben Muhtadis bis jetzt kein Geld von WES gesehen hätten. Das gut vernetzte US-Medium Fightful bestätigte die Angaben.

Die Liga versicherte, dass alle Wrestlerinnen und Wrestler bezahlt, alle Fans ihr Geld zurück erhalten würden und dass es „in naher Zukunft“ doch noch eine Show geben werde. Nur noch wenige glauben daran.

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