Mit einem verkorksten zweiten Durchgang hat Linus Straßer am Mittwoch beim Nachtslalom von Schladming die große Chance auf seinen dritten Sieg (nach 2022 und 2024) im österreichischen Ski-Mekka vergeben.
Straßer schießt gegen eigenen Coach
Nachdem er als Führender in den zweiten Lauf gestartet war, kam er mit dem Kurs nicht zurecht und fiel noch auf Platz 4 zurück. Brisant: Ausgerechnet sein Trainer Stefan Kogler hatte den Kurs gesteckt, was Straßer im Ziel wütend machte.
„Es ist eine ganz blöde Situation, jetzt gerade ein Interview zu geben“, sagte der 32-Jährige. „Da tu‘ ich meinem Trainer nichts Gutes.“
Straßer trotz persönlichem Top-Ergebnis verärgert
Dennoch legte er nach: „Es ist einfach unverständlich. Wir haben nicht so viel Gute, dann bist du mal in der Position. Bei der WM war es genau dasselbe, ich probiere nichts Besonderes zu machen, dann erwarte ich das von meinen Trainern auch. Wenn du schon den Vorteil hast und dann so herschenkst … aber sei‘s drum.“
Vor 25.000 Zuschauern, darunter auch Fußball-Bundestrainer Julian Nagelsmann, fuhr am Ende der Norweger Timon Haugan zum Sieg, vor den Österreichern Manuel Feller und Fabio Gstrein.
Viel Zeit zum Trübsal blasen bleibt für Straßer nicht, zumal Platz vier für den Mann vom TSV 1860 München das beste Saisonergebnis darstellt. Mit Blick auf die anstehende WM in Saalbach-Hinterglemm ist der Formanstieg jedenfalls ein gutes Zeichen.