Was für ein Drama! Im letzten Saisonrennen sicherte sich Franziska Preuß den Biathlon-Gesamtweltcup, als Konkurrentin Lou Jeanmonnot auf der Schlussrunde unglücklich stürzte. Nicht nur Preuß fühlte im Zielraum mit der geschlagenen Französin mit - auch die französische Presse haderte mit dem bitteren Verlauf für Jeanmonnot.
Presse: „Preuß schämte sich fast“
„Es war ein unglaublicher Kampf. Man hätte sich kein schlechteres Szenario vorstellen können. Als es auf einen Sprint hinauslief, stürzte die Französin in der vorletzten Kurve“, schrieb Eurosport Frankreich. Le Figaro titelte: „Der Sport kann so grausam sein.“

Die renommierte Sportzeitung L‘Équipe sprach von einem „Traum, der zerplatzt. Alles entschied sich nach 21 Rennen auf den letzten Metern auf den Skiern.“ Das Rennen werde „natürlich in die Annalen des Biathlonsports eingehen“.
Biathlon: Dramatische Szenen im Zielraum
Auch die emotionalen Momente nach dem Zieleinlauf fanden in der Presse Beachtung.
Das französische Portal Sports schrieb: „Dieses Bild war atemberaubend: Lou Jeanmonnot lag hinter der Ziellinie am Boden, getröstet von ihren Teamkolleginnen, aber auch von Franziska Preuß, der Gewinnerin des Biathlon-Weltcups 2025, die sich angesichts des grausamen Finishs für ihre französische Rivalin fast schämte.“
In der internationalen Presse fiel das Echo nicht minder intensiv aus. „Krankes Drama bei der Entscheidung über den Gesamtsieg“, schrieb die schwedische Zeitung Aftonbladet.
„Die Dramaturgie des Showdowns wollte es“
„Die Dramaturgie des Showdowns wollte es, dass die Kontrahentinnen quasi zeitgleich vom letzten Schießen auf die Schlussrunde gegangen sind“, fasste die Kronen Zeitung aus Österreich zusammen.
Nach dem Zieleinlauf beim Massenstart am Holmenkollen gab es von Preuß zunächst keine großen Jubelgesten, sondern einen mitfühlenden Blick zurück zu der Konkurrentin Lou Jeanmonnot. Für ihre Geste wurde die deutsche Biathletin von Kommentatoren und Experten gleichermaßen gefeiert.