Home>Wintersport>Biathlon>

Doppelt bitteres Fiasko bei Biathlon-WM: "Was um alles in der Welt war da los?"

{}
{ "placement": "banner", "placementId": "banner" }
{ "placeholderType": "BANNER" }

Ein doppelt bitteres WM-Fiasko

Die Norwegerin Ingrid Landmark Tandrevold erlebt in der Mixed-Staffel einen schwarzen Tag und wird zur tragischen Heldin - noch mehr, weil Superstar Johannes Thingnes Bö am Ende nur knapp Bronze verpasst.
Ingrid Landmark Tandrevold war die tragische Heldin des WM-Auftakts
Ingrid Landmark Tandrevold war die tragische Heldin des WM-Auftakts
© IMAGO/NTB
mhoffmann
Die Norwegerin Ingrid Landmark Tandrevold erlebt in der Mixed-Staffel einen schwarzen Tag und wird zur tragischen Heldin - noch mehr, weil Superstar Johannes Thingnes Bö am Ende nur knapp Bronze verpasst.

Was für ein dramatischer Start in die Biathlon-WM in Lenzerheide - nicht nur für das deutsche Team.

{ "placeholderType": "MREC", "placement": "rectangle", "placementId": "rectangle" }

Während das DSV-Quartett mit Selina Grotian, Franziska Preuß, Philipp Nawrath und dem schussstarken Justus Strelow in der Mixed-Staffel Bronze ins Ziel rettete, wurden hinter ihnen ausgerechnet die Norweger mit Superstar Johannes Thingnes Bö zu den tragischen Helden des Auftakts. Insbesondere die viermalige Staffel-Weltmeisterin Ingrid Landmark Tandrevold.

Ingrid Landmark Tandrevold war die tragische Heldin des WM-Auftakts
Ingrid Landmark Tandrevold war die tragische Heldin des WM-Auftakts

„Was um alles Welt war da los?“

Die Gesamtweltcup-Dritte des vorigen Winters - die schon bei der WM 2024 in Nove Mesto immer wieder Frusterlebnisse hatte - erwischte als Startläuferin einen miserablen Tag.

Die 28-Jährige leistete sich insgesamt acht (!) Schießfehler und musste zweimal in die Strafrunde. Bei der Übergabe an die junge Maren Kirkeeide lag Norwegen zwei Minuten und elf Sekunden hinter Platz eins - und nur knapp vor den Biathlon-Exotinnen aus Großbritannien und Rumänien.

{ "placeholderType": "MREC", "placement": "rectangle", "placementId": "rectangle2" }

„Das hätte ich mir nie vorstellen können“, kommentierte Legende Ole Einar Björndalen am Mikro des norwegischen Senders TV2. „Was um alles in der Welt war da los?“, zeigte sich bei NRK auch Expertenkollege Torgeir Björn fassungslos.

„Ich verstehe nicht, was da passiert ist“, erklärte die geknickte Tandrevold, die den Rest des Rennens mit überwiegend konsternierter Miene verfolgte: „Wenn ich einmal anfange, daneben zu schießen, zieht es sich in die Länge.“ Doppelt bitter: Wäre das Fiasko von Tandrevold - im Lauf der Saison von einer Herz-OP schnell genesen - nur einen Hauch milder gewesen, hätte es am Ende zu Edelmetall gereicht.

Bö schnappt Deutschland fast noch Bronze weg

Kirkeeide und Sturla Holm Lägreid begannen eine Aufholjagd, die der 20-malige Weltmeister Bö als Schlussläufer fast noch auf die Spitze trieb.

Ohne Fehler und mit absurdem Tempo am Schießstand und der mit Abstand besten Laufleistung aller Beteiligten nahm Bö dem deutschen Schlussläufer Strelow mehr als eine Minute ab und schnappte ihm fast noch Bronze weg. Ein Sturz von Bös schwedischen Verfolgers Sebastian Samuelsson kurz vor Schluss steigerte die Dramatik noch mehr.

{ "placeholderType": "MREC", "placement": "rectangle", "placementId": "rectangle3" }

Weniger als drei Sekunden fehlten am Ende - die deutsche Medaille wäre futsch gewesen, wenn Strelow nicht auch fehlerfrei geblieben wäre und beim Schlussspurt bis zur totalen Erschöpfung gepumpt hätte. Strelow brach im Zieleinlauf völlig entkräftet zusammen wie der sprichwörtliche nasse Sack.

So blieb es am Ende bei Platz drei für Deutschland hinter Frankreich und Tschechien - und einer enorm bitteren Pille für Norwegen und die unglückliche Tandrevold.

„Es ist jetzt sehr wichtig, dass sie Zuspruch von uns und dem Rest des Teams bekommt. Wir alle müssen zeigen, dass wir auf Ingrids Seite stehen“, sagte Teamkollege Lägreid nach dem Rennen. Auch Bö zeigte Verständnis: „Sie darf jetzt enttäuscht sein, das dürfen wir alle. Am Ende müssen wir alle damit leben, dass in diesem Sport alles passieren kann, das macht ihn auch aus.“