Die dramatisch-denkwürdige Entscheidung zwischen Franziska Preuß und Lou Jeanmonnot fesselte am Sonntag die Biathlon-Welt - auch eine Ikone des Sports, die am Holmenkollen dicht dran am Geschehen war.
Ikone tröstet Preuß' Rivalin
Der siebenmalige Gesamtweltcup-Sieger Martin Fourcade war direkt am Ort des Geschehens, als Jeanmonnot im Zweikampf mit Preuß der alles entscheidende Sturz unterlief. Er äußerte im Nachhinein seine Meinung zu der Situation - und spendete seiner französischen Landsfrau Jeanmonnot Trost.

Fourcade: „Habe keine unsportliche Geste gesehen“
„Ich war genau an der Stelle, an der sich die Kollision zwischen Jeanmonnot und Preuß ereignete“, sagte der 36 Jahre alte Fourcade L’Equipe - und schloss sich der allgemeinen Ansicht an, dass es ein normaler Rennunfall war: „Ich habe keine unsportliche Geste oder Handlung gesehen, die mir umstritten erschienen wäre.“
Bedauerlich fand der fünfmalige Olympiasieger und 13-malige Weltmeister dennoch, was sich vor seinen Augen abspielte: „Natürlich ist dies nicht das Ende, das wir uns für dieses Duell gewünscht hätten - ein Duell, das den größten Thrillern dieses Sports ebenbürtig war. Es war ein magisches Rennen, eine magische Saison und wir hätten uns gewünscht, dass sie ohne einen solchen Zwischenfall entschieden worden wäre.“
Frankreich hatte zunächst Protest gegen die Wertung des Rennens eingelegt, diesen dann aber zurückgenommen - was Fourcade als große Geste empfand: "Das war ein großes Zeichen von Klasse, die Beschwerde nach Sichtung der Bilder zurückzuziehen.“
So wie Preuß direkt nach dem Zieleinlauf spendete auch Fourcade Jeanmonnot Trost und Zuspruch, persönlich und digital bei Instagram: "Wie schön ist es, wenn man gewinnt, wie schwer ist es, wenn man verliert. Herzlichen Glückwunsch zu dieser unglaublichen Saison", schrieb Fourcade unter ein Foto mit Jeanmonnot bei Instagram.