Shedeur Sanders erlebte einen der bedeutendsten Momente seiner Karriere, als er in der fünften Runde von den Cleveland Browns ausgewählt wurde.
NFL: Hat dieser miese Streich Folgen?
Hat dieser miese Streich Folgen?
Davor aber wurde sein langes Warten auf den erlösenden Moment von einem unerwarteten Zwischenfall überschattet.
Während das Quarterback-Talent gespannt darauf wartete, welches Team ihn beim Draft wählen würde, rief ihn jemand an, der sich als Mickey Loomis, General Manager der New Orleans Saints, ausgab.
Der Anrufer sagte: „Wir werden dich mit unserem nächsten Pick nehmen, aber du musst noch ein bisschen warten. Tut mir leid.“ Ein verwirrter Sanders fragte seine Gäste: „Was bedeutet das?“ Wenig später tauchte ein Video des Anrufs auf Social Media auf.
Draft: Rätsel um Fake-Anruf bei Sanders gelöst
Mittlerweile ist das Rätsel gelöst. Der Sohn des Defensive Coordinators der Atlanta Falcons, Jeff Ulbrich, gestand den Fake-Anruf während des NFL Drafts. Der 21-jährige Jax Ulbrich hatte die private Telefonnummer von Sanders vom iPad seines Vaters abgeschrieben
In einem Instagram-Post entschuldigte er sich für sein Verhalten und bezeichnete es als „völlig unentschuldbar, peinlich und beschämend“. Weiter schrieb er: „Es tut mir so leid, dass ich dir diesen Moment genommen habe, es war egoistisch und kindisch.“
Sanders nahm die Entschuldigung an und zeigte sich unbeeindruckt von dem Vorfall. „Es hatte keinen wirklichen Einfluss auf mich“, sagte Sanders in einer Telefonkonferenz mit Reportern aus Cleveland. „Es war kindisch, aber jeder macht hin und wieder kindische Dinge.“
NFL kündigte Untersuchungen an
Die Falcons haben nach Informationen von ESPN angekündigt, keine Strafe gegen Jeff Ulbrich zu verhängen. Diese Angelegenheit dürfte damit aber noch nicht abschließend geklärt sein. Denn die NFL werde den Fall untersuchen, hieß es, bevor Jax Ulbrich den Anruf gestand. Ob die Liga im Nachhinein noch eine Strafe verhängt, blieb zunächst offen.
Die Falcons distanzierten sich von Ulbrichs Verhalten und entschuldigten sich ebenfalls bei Sanders und seiner Familie. Jeff Ulbrich war sich des Datenlecks und des Streichanrufs nicht bewusst. Das Team kündigte an, seine Protokolle zu überprüfen, um solche Vorfälle in Zukunft zu vermeiden. „Die Atlanta Falcons dulden dieses Verhalten nicht und senden unsere aufrichtigen Entschuldigungen an Shedeur Sanders und seine Familie“, hieß es in der Erklärung des Teams.
Sanders war nicht der einzige Spieler, der während des Drafts von Streichanrufen betroffen war. Tyler Warren, der neue Tight End der Indianapolis Colts, erhielt ebenfalls einen solchen Anruf, bevor er in der ersten Runde ausgewählt wurde. Chase Lundt, ein Offensive Tackle, der von den Buffalo Bills in der sechsten Runde gepickt wurde, berichtete von „vier oder fünf“ Streichanrufen.
Dahinter, das betonte ein Sprecher der Falcons, habe Jax Ulbrich aber nicht gesteckt.