Jérôme Boateng ist zurück beim FC Bayern! Der zuletzt vereinslose Innenverteidiger stand Sonntag bei seinem Ex-Klub wieder auf dem Platz und trainierte mit den Profis, die beim 2:2 in Leipzig nicht zum Einsatz gekommen waren, mit.
Bayern bestätigt Boateng-Hammer!
Auf ihrer Website bestätigten die Münchner den Trainingsgast und stellten klar, dass Boateng „auch in den kommenden Tagen an der Säbener Straße mittrainieren“ werde.
Offiziell ist die Rückkehr zu seinem Ex-Klub zwar noch nicht, denn der entsprechende Vertrag muss erst noch ausgehandelt werden. Allerdings ist der Deal nach SPORT1-Informationen so gut wie perfekt.
Warum auf einmal Boateng? Grund dafür ist die angespannte Personalsituation in der Defensive. Thomas Tuchel hat nach den Abgängen von Benjamin Pavard (zu Inter Mailand) und Josip Stanisic (auf Leihbasis zu Bayer Leverkusen) nur noch drei Innenverteidiger im Kader: Min-jae Kim, Dayot Upamecano und Matthijs de Ligt. Letzterer fehlte beim Topspiel gegen RB Leipzig (2:2) am Samstag verletzt. Auch Nachwuchshoffnung Tarek Buchmann wird wegen einer Muskelverletzung noch mehrere Wochen ausfallen.
Boateng lehnt Saudi-Angebot ab
Klar ist: An dem 35-jährigen Abwehrmann, der bereits von 2011 bis 2021 das FCB-Trikot trug, würde eine Rückkehr auf keinen Fall scheitern. Er hat einen Wohnsitz in München, hat sich den ganzen Sommer über fitgehalten und vor wenigen Wochen zudem ein Angebot aus Saudi-Arabien abgelehnt - mit dem klaren Ziel, weiter auf europäischem Top-Niveau zu spielen.
Allerdings kam der Weltmeister von 2014 in der vergangenen Saison bei Olympique Lyon nicht mehr über die Rolle des Reservisten hinaus, kam wettbewerbsübergreifend auf nur 430 Einsatzminuten. Fraglich also, ob er eine große sportliche Verstärkung wäre.
Hinzu kommt der innerhalb der FCB-Fanszene heiß diskutierte Wirbel um seine Privatleben. Das Bayerische Oberste Landesgericht hob jüngst Boatengs Verurteilung wegen Körperverletzung und Beleidigung auf. Im November 2022 war er wegen Angriffen auf seine Ex-Partnerin in einem Urlaub zu einer Geldstrafe von 1,2 Millionen Euro verurteilt worden.