Alexander Zverev trifft im Finale der Australian Open am Sonntag auf Jannik Sinner. Der italienische Weltranglisten-Führende setzte sich im zweiten Halbfinale am Freitag überzeugend und deutlich mit 7:6 (7:2); 6:2 und 6:2 durch.
Australian Open 2025: Finale fix! Er wird Zverevs Gegner
Finale fix! Er wird Zverevs Gegner
Sein Gegner, US-Youngster Ben Shelton, kam außer im ersten Satz nicht an das Niveau der Nummer eins der Welt heran und musste sich nach gut zweieinhalb Stunden geschlagen geben.
Gegen Shelton, gegen den Sinner nun fünf von sechs Partien gewonnen hat, startete der 23-Jährige holprig. Shelton brachte den Italiener mit seinem variablen Spiel aus dem Konzept und schnappte sich gleich zwei Breaks. Doch Sinner konnte sich auf seine Nervenstärke verlassen, wehrte mehrere Satzbälle ab und gewann einen Durchgang, in dem er nie wie der bessere Spieler ausgesehen hatte.
Anschließend schien der Widerstand des ein Jahr jüngeren Shelton gebrochen. Sinner zog von nun an sein Spiel durch. Shelton sorgte immerhin noch für einen Lacher, als er erklärte, dass ein Vogel über dem Platz sein Geschäft verrichtet habe - und die Exkremente mit einem Handtuch entfernen ließ. Der US-Amerikaner hatte erst zum zweiten Mal das Halbfinale bei einem Grand Slam erreicht.
Sinner kam wie Zverev relativ glatt durch das Turnier - nach mehreren Behandlungen stellt sich nun aber doch die Frage nach seiner Fitness vor dem Finale. „Wir hatten sehr enge Matches in der Vergangenheit. Alles kann passieren und die Anspannung wird sehr hoch sein“, sagte Sinner: „Aber ich bin sehr glücklich damit, dass ich mich wieder in diese Position gebracht habe.“
Australian Open: Zverev will Becker beerben
Zuvor war Alexander Zverev bereits in sein erstes Finale in Down Under eingezogen, nachdem Novak Djokovic nach nur einem Satz verletzungsbedingt aufgeben musste.
Der zehnmalige Turniersieger aus Serbien, der bereits vor dem mit Spannung erwarteten Duell als angeschlagen galt und ein öffentliches Training ausließ, ging nach dem Tiebreak des ersten Satzes, den er 5:7 verlor, in Richtung Netz, um dem Hamburger die Hand zu schütteln.
„Ich wünsche Sascha alles Gute. Er verdient seinen ersten Slam. Ich werde ihn anfeuern und hoffe, dass er es hier schaffen kann“, sagte der Serbe auf der Pressekonferenz nach dem verlorenen Semifinale.
Zverev will nun der erste deutsche Grand-Slam-Sieger seit Boris Becker 1996 werden. Es ist bereits sein 36. Titel-Anlauf bei einem der vier wichtigsten Tennisturniere.
-----
Mit Sport-Informations-Dienst (SID)