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"Eine Schande!" Niedergang einer Tradition erbost Tennis-Stars

„Schande!“ Tennis-Stars wettern

Das aktuelle Davis-Cup-Format sorgt immer wieder für Furore. Nun äußern sich zwei Größen der Branche und formulieren deutliche Kritik.
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Das aktuelle Davis-Cup-Format sorgt immer wieder für Furore. Nun äußern sich zwei Größen der Branche und formulieren deutliche Kritik.

Das aktuelle Davis-Cup-Format sorgt immer wieder für Kontroversen. Nun haben sich mit Novak Djokovic und Andy Murray zwei mehr als nur prominente Tennisprofis für eine Änderung stark gemacht.

„Das Format muss sich ändern, wenn es wieder erfolgreich sein soll. Alle Spieler haben die Heim- und Auswärtsspiele geliebt“, formulierte Murray vor Journalisten.

Zur Erklärung: Seit 2019 wird der Davis Cup in den ersten Runden nicht mehr wie früher mit Heim- und Auswärtsspielen veranstaltet, sondern in einer Gruppenphase an einem zumeist neutralen Ort.

Auch Djokovic vertritt derweil diese Meinung. So sei das aktuelle Format „eine Schande. Ich hoffe, sie konsultieren die Spieler.“ Eine für den Serben vor allem deshalb wichtige Forderung, weil die Sportler nach Meinung des Weltranglistenersten ansonsten nie zu wichtigen Fragen angehört werden.

Djokovic und Murray üben Kritik

„Ich denke, die Spieler sollten sich viel mehr an solchen Veränderungen beteiligen, wir müssen uns alle zusammensetzen und über die Zukunft sprechen. Wenn die ITF die Dinge nicht richtig macht, weiß ich ehrlich gesagt nicht, was mit diesem Turnier passieren wird“, so Djokovic weiter.

Demnach müsse „im Interesse des Tennis und seiner Geschichte“ der Davis Cup fortbestehen, „denn er ist der älteste Mannschaftswettbewerb“.

So gebe es in der Einzelsportart Tennis nichts Bedeutsameres, als „sein Land zu vertreten. Wir werden sehen, wie sie das Format neu definieren.“

Leere Ränge beim Davis Cup

Mit Blick auf den kürzlich vollzogenen Einzug Großbritanniens in die Final-Runde der besten Acht – vor teilweise leeren Rängen in Manchester – erklärte Murray: „Wir haben hier Glück, weil wir alle Spiele in einer großartigen Atmosphäre und vor einem tollen Publikum spielen können.“

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Demnach sei es aber „eine Schande, wenn Frankreich und Australien, zwei der größten Tennisnationen, ihren Davis Cup lieben und sie vor einem gefühlt leeren Stadion spielen“.

Djokovic und Murray sind nicht die ersten Stars, die sich kritisch äußern. Zuvor hatten unter anderem Stan Wawrinka und auch Boris Becker Kritik formuliert.