Nach der kräfteraubenden Pyrenäen-Trilogie wird es im Kampf um das Gelbe Trikot voraussichtlich ruhig zugehen. Stattdessen wittern die Sprinter auf der 19. Etappe der 109. Tour de France endlich wieder ihre Chance.
Tour de France 2022: 19. Etappe - nutzen die Sprinter ihre Chance?
Chance für Sprinter-Teams
Die 188,3 km von Castelnau-Magnoac nach Cahors sind nahezu brettflach und dementsprechend den verbliebenen schnellen Leuten auf den Leib geschneidert.
19. Etappe: Castelnau-Magnoac - Cahors (188,3 km)
Auf dem Weg von Castelnau-Magnoac nach Cahors lauert keine nennenswerte Schwierigkeit für die Radprofis.
Einzig zwei Bergwertungen der 4. Kategorie sind im letzten Drittel des Rennens zu überwinden.
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Normalerweise scheint das Profil wie gemacht für eine Sprintankunft zu sein. Aufgrund der deutlich ansteigenden Zielgeraden kommt insbesondere der designierte Gewinner des Grünen Trikots, Wout van Aert, für seinen dritten Tour-Etappensieg 2022 in Frage.
Auch eine Ausreißergruppe könnte nach den anstrengenden Wochen aber eine Möglichkeit sehen. Für den Deutschen Nils Politt von Bora-hansgrohe ist es mit großer Wahrscheinlichkeit die letzte Gelegenheit auf einen Tagessieg bei der diesjährigen Frankreich-Rundfahrt.
Im Gesamtklassement werden sich aller Voraussicht nach keinerlei Verschiebungen ergeben. Hier fällt die endgültige Entscheidung um den Gesamtsieg erst am Samstag im Kampf gegen die Uhr.
Wer sind die Favoriten der Tour?
Der ganz große Favorit auf den Gesamtsieg hieß - bis zu seinem Einbruch auf der 11. Etappe - Tadej Pogacar. Fortan übernahm Jonas Vingegaard das Gelbe Trikot und steht bei einem zweiten Tour-Teilnahme kurz vor dem ganz großen Wurf.
Pogacar, das Ausnahmetalent aus der Oberkrain, wurde 2020 zweitjüngster Tour-Sieger der Geschichte, im Vorjahr jüngster Doppel-Champion - nun befindet sich der Slowene nur noch in der Außenseiterolle.
Auf Platz drei rundet derzeit Geraint Thomas das Podest ab. Der Brite weist ein komfortables Polster auf seine Verfolger Nairo Quintana sowie David Gaudu auf.