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Formel 1: Red Bull kontert Mercedes-Drohung in Brasilien wegen Hamilton-Strafe

Mercedes-Drohung: Red Bull schießt zurück

Rund um das Rennen von Brasilien geht es zwischen Mercedes und Red Bull hoch her. Die Drohung der Silberpfeile lassen sich die Österreicher nicht gefallen. Angst macht dem Team von Max Verstappen nur Hamiltons Speed.
Max Verstappen kann durch seinen Sieg in Mexiko den Vorsprung in der Gesamtwertung ausbauen. AvD Motor & Sport Magazin analysiert F1-Experte Peter Kohl das Rennen.
Rund um das Rennen von Brasilien geht es zwischen Mercedes und Red Bull hoch her. Die Drohung der Silberpfeile lassen sich die Österreicher nicht gefallen. Angst macht dem Team von Max Verstappen nur Hamiltons Speed.

Die Masken sind gefallen: Jetzt herrscht offener Schlagabtausch in der Formel 1!

Nach der Disqualifikation von Lewis Hamilton und seiner Aufholjagd von Platz 20 auf 5 im Sprint am Samstag holt Mercedes-Teamchef Toto Wolff zum Rundumschlag aus. (Rennen ab 18 Uhr im LIVETICKER)

Im Visier: WM-Rivale Red Bull. Grund: Das Verstappen-Team hatte die Untersuchung des Hamilton-Heckflügels mit einer Anfrage bei der FIA erst ins Laufen gebracht. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Formel 1)

Geschenkt, dass es dabei um eine die fragwürdige Flexibiltät eines Flügelelements ging – und nicht um den zu großen Spalt zwischen den beiden DRS-Spoilern; Wolff sinnt auf Rache.

Wolff schickt Kampfansage Richtung Red Bull

„In den nächsten Rennen werden wir auf jedes einzelne Klebeband achten, das vom Auto runterfällt und Fragen stellen“, schickt der Wiener eine Kampfansage Richtung Red Bull. (DATEN: Die Fahrerwertung der Formel 1)

Konkret meint der Mercedes-Teamchef die Klebebänder, mit denen das Energy-Drink-Team einen Riss im Heckflügel während des Qualifyings in Mexiko notdürftig reparierte.

Wolff sauer: „Es gab mal so etwas wie ein Gentlemen‘s Agreement. Es gibt aber offensichtlich keine Gentlemen mehr, deswegen gibt es das jetzt auch nicht mehr.“

Hamilton-Auto entsprach nicht dem Reglement

Doch der Österreicher vergleicht Red Bulls Äpfel mit Mercedes‘ Birnen: Während die Bullen ihre Flügel bis zu den schnellen Runden im Qualifying und der technischen Abnahme von Mexiko repariert hatten, tauchte der Schaden an Hamiltons Heckspoiler offenbar erst im Qualifying auf und wurde danach per Zufall entdeckt.

Egal, ob der Engländer dadurch einen Vorteil hatte oder nicht: Das Auto entsprach nicht dem technischen Reglement. (DATEN: Die Teamwertung der Formel 1)

Der Weltmeister wurde deshalb genauso von der Wertung ausgeschlossen wie Sebastian Vettel mit zu wenig Sprit im Tank seines Aston Martin in Ungarn.

Auch da sorgte eine defekte Pumpe für den Regelbruch, der keinen Vorteil auf der Strecke mit sich brachte. Disqualifiziert wurde Vettel trotzdem - weil sein Auto bei Zieldurchfahrt nicht dem Reglement entsprach.

Da gibt es keinen Interpretationsspielraum. Nicht für einen viermaligen und auch keinen siebenmaligen Champion.

Red Bull sieht Mercedes-Drohung gelassen

Bei Red Bull sieht man die Mercedes-Drohung deshalb gelassen. (DATEN: Der Rennkalender der Formel 1)

„Der Herr Wolff redet viel, wenn der Tag lang ist“, reagiert Helmut Marko auf SPORT1-Nachfrage. „Unsere Autos waren bei der technischen Abnahme immer legal. Wir machen uns jedenfalls keine Sorgen.“

Der Doktor der Juristerei betont zudem: „Unsere Anfrage vom Freitag bezog sich nicht auf den DRS-Mechanismus, sondern auf einen anderen Bereich des Mercedes-Heckflügels. Dass das eine auf das andere folgte, war purer Zufall.“

Hamilton lässt McLaren-Pilot Norris einfach stehen

Fest steht: Wenn sich Red Bull Sorgen machen muss, dann vor allem wegen des Speeds, den Hamilton im Sprint mit neuem Mercedes-Motor an den Tag legte.

Beim finalen Überholmanöver gegen Lando Norris war er auf der Geraden 27 km/h schneller als der McLaren, der ebenfalls von einem Mercedes angetrieben wird.

Marko: „Atemberaubend, wie Hamilton auf der Geraden den Norris schnappt. Ich habe gedacht, der hat einen Gang weniger.“

Auch Norris kommt das Tempo des amtierenden Champions nicht geheuer vor: „Im Vergleich zu uns ist er in einer anderen Liga unterwegs. Er dürfte eigentlich nur auf drei Rädern fahren, damit er es etwas schwerer hat.“

Verstappen muss an Bottas schnell vorbei

Red Bulls Losung für Sonntag: „Wir müssen an Bottas vorbei, sonst bestimmt der so das Tempo, dass Lewis aufholen kann“, warnt Marko.

„Eine WM-entscheidendes Rennen erwartet der Österreicher nicht. „Ich bin überzeugt, dass Hamilton es wieder bis auf Platz vier schafft, vielleicht noch weiter vor.“

Das WM-Duell geht heute um 18 Uhr in die nächste Runde.

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