Jacques Villeneuve kann es immer noch.
Jacques Villeneuve schafft Qualifikation beim Daytona 500 mit 50 Jahren
Mit 50: Sensations-Coup für F1-Legende
Der Kanadier hat im Alter von 50 Jahren einen echten Coup gelandet und die Qualifikation zum Daytona 500 geschafft.
Damit startet Villeneuve, dessen bis ins höhere Alter gefärbte Haare mittlerweile einer Glatze gewichen sind, bei einem der größten Motorsportrennen der Welt.
Das Daytona 500 ist Teil der NASCAR Cup Series, das alljährlich auf dem ovalförmigen Daytona International Speedway in Daytona Beach ausgetragen wird. Erstmals wurde es 1959 veranstaltet.
Villeneuve schafft kleine Sensation
Das Daytona 500 gilt als prestigeträchtigstes NASCAR-Rennen. Es wird auch „Great American Race“ oder der „Super Bowl des Motorsports“ genannt.
Villeneuve, Formel 1-Weltmeister von 1997 und damals einer der großen Rivalen von Michael Schumacher, feierte den Sieg in der Qualifikation ausgelassen und lief jubelnd durch die Boxengasse.
Kurios: Noah Gragson, der ein Jahr nach Villeneuves Titel in der Formel 1 geboren wurde, belegte den zweiten Platz.
Der erste Rang von Villeneuve war dabei eine kleine Sensation. Sein Hezeberg-Ford brauchte drei Anläufe, um die NASCAR-Inspektion zu bestehen und gilt als zweitklassiger Wagen.
Villeneuve: „Merke nicht, dass ich 50 bin“
„In der Lage zu sein, ein so großes Rennen auf einem so hohen Niveau zu fahren, ist erstaunlich. Wenn ich im Rennwagen sitze, merke ich gar nicht, dass ich 50 bin, was gut ist“, sagte er 14 Jahre nach seinem gescheiterten ersten Versuch bei dem Großereignis.
Der Sohn des 1982 tödlich verunglückten Gilles Villeneuve fügte an: „Es ist befriedigend, denn es gab einige Male, wo ich gehört habe: ‚Komm schon. Du hast es geschafft. Gib es einfach auf.‘ Aber der Hunger hat nie aufgehört.“
Für den 50-Jährigen ist es gleich doppelt emotional, denn sein 15 Jahre alter Sohn hatte bisher kein so wichtiges Rennen des Vaters live gesehen.
„Er hat mich nur einmal oder vielleicht zweimal im Rallycross gesehen“, sagte Villeneuve über das älteste seiner vier Kinder. „So etwas Großes wie das hier? Hat er niemals miterlebt.“
Am Sonntag will der Altmeister beim Rennen dann wieder für Furore sorgen vor den Augen seiner Familie.