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Leichtathletik: Gina Lückenkemper reagiert auf Drama um Gold-Kollegin von München

Lückenkemper reagiert auf Drama

Nach ihrem bitteren WM-Aus „aus dem Nichts“ erhält Gold-Heldin Lisa Mayer viel Zuspruch, unter anderem auch von ihrer Europameister-Kollegin Gina Lückenkemper.
Sprinterin Gina Lückenkemper hat sich bei ihrem „Gold-Sturz“ bei der EM in München wohl doch schwerer verletzt. Neben der Fleischwunde hat sie auch einen Kapselriss im Sprunggelenk erlitten.
Nach ihrem bitteren WM-Aus „aus dem Nichts“ erhält Gold-Heldin Lisa Mayer viel Zuspruch, unter anderem auch von ihrer Europameister-Kollegin Gina Lückenkemper.

Die immer wieder vom Pech verfolgte Gold-Heldin Lisa Mayer erlebt ein neues Drama - aber auch viel Zuspruch.

Nach der Hiobsbotschaft, dass die Staffel-Europameisterin der Leichtathletik-EM die WM in Budapest (19. bis 27. August) verletzungsbedingt verpassen wird, erhält die 27-Jährige viel Zuspruch, unter anderem auch von Kollegin Gina Lückenkemper.

„Immer für dich da, wenn du was brauchst“, schrieb sie Mayer bei Instagram, nachdem diese merklich geknickt auf ihre Muskelerletzung „aus dem Nichts“ an ihre Fans gewandt hatte: „Eine Verletzung gänzlich ohne Vorwarnung zugezogen im Training beendet meine Saison vorzeitig. Ich nehm mir die Zeit meine Gedanken & Emotionen zu sortieren. Wir sehen uns wieder. Wie & wo - das wird sich zeigen.“ Auch diverse andere Kolleginnen und viele Fans munterten sie auf.

Mayer hatte im Training eine Blessur am Biceps femoris erlitten, zu deutsch auch Beinbeuger genannt. Eine wochenlange Pause ist unausweichlich, auch die Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften in Kassel am 8. und 9. Juli gestaltet sich so als unmöglich.

Lückenkemper hatte Mayer im SPORT1-Interview eben noch als eine ihrer härtesten Konkurrentinnen dort bezeichnet (Gina Lückenkemper im SPORT1-Interview: „Ich habe mich bei der EM am Ende selbst zerstört“).

Lisa Mayers Tränen rührten Fans in München

Mayer zählte in München zusammen mit Europameisterin Gina Lückenkemper (Berlin), Alexandra Burghardt (Burghausen) und Rebekka Haase (Wetzlar) zur Goldstaffel über 4x100 Meter.

Nach dem Sieg vergoss Mayer Tränen und sprach bei SPORT1 von einem „Riesen-Happy-End einer unglaublich schweren Zeit“, ihre Karriere war von unzähligen Verletzungs-Rückschlägen geprägt. Der Bitterste: Sie verpasste 2021 die Olympischen Spiele in Tokio, weil in einem Trainingscamp in Japan eine alte Muskelverletzung wieder aufgebrochen war. Das Aus für die damals in Top-Form befindliche Mayer war damals der Olympia-Türöffner für die selbst mit Verletzungsproblemen kämpfende Lückenkemper - die mit der Staffel in Tokio unter dramatischen Umständen Edelmetall verpasste.

In München war Mayer ihrerseits Profiteurin einer Verletzung von Tatjana Pinto - nun ist sie wieder diejenige, die einen frustrierenden Tiefschlag einstecken muss.

„Es ist erst einmal ein Schock, ein herber Rückschlag. Der Weg bis zu den Olympischen Spielen 2024 in Paris wird definitiv nicht einfacher, aber es geht immer irgendwie weiter“, sagte Mayer in ihrer ersten Reaktion.