Mal wieder lassen die Spieler von Manchester United ihre Fans fassungslos zurück. Zwar zittert sich Manchester United gegen Aufsteiger Ipswich Town zu einem 3:2-Heimsieg, Winter-Neuzugang Patrick Dorgu machte sich durch seinen haarsträubenden Fehler zum 0:1 in Co-Produktion allerdings zur Zielscheibe bei den eigenen Anhängern.
United-Horror: Slapstick und Rot!
Bereits nach vier Minuten ging der Aufsteiger gegen das Team von Rúben Amorim in Führung. Ein langer Ball über die rechte Angriffsseite von Ipswich führte zu einem kapitalen Fehler bei United: Onana kam aus seinem Tor herausgestürmt, während Neuzugang Patrick Dorgu den Ball zu seinem Keeper zurückpassen wollte.

Der Ball ging an Onana vorbei und Jaden Philogene bedankte sich. Für dieses Slapstick-Tor erntete vor allem Onana viel Kritik der eigenen Fans. Es ist nicht das erste Mal, dass Onana durch einen folgenschweren Patzer zur Zielscheibe der eigenen Fans wurde.
Onana? „Der größte Fehler, den wir als Verein gemacht haben“
„Verkauft Onana sofort“, forderte ein User auf der Plattform X. Der Journalist Samuel Luckhurst schrieb: „Katastrophal von Dorgu. Onana klatscht Beifall. Kommunikationsproblem, aber Dorgu muss Onana kommen sehen.“ Ein anderer User bezeichnete den Wechsel von David de Gea zu Andre Onana sei „der größte Fehler, den wir als Verein je gemacht haben“. Onana solle „nie wieder für Manchester United spielen“.
Nachdem sich die Wogen zumindest auf dem Platz schnell geglättet hatten und Manchester durch ein Eigentor nach einem Freistoß von Bruno Fernandes und einem Treffer von Ex-Bayern-Star Mathijs de Ligt das Spiel drehte, entwickelte sich der Abend für Dorgu endgültig zum Albtraum.
Erst Slapstick, dann Rot für Dorgu
Für ein völlig unnötiges, rüdes Einsteigen sah er in der 43. Minute die Rote Karte. Der 20-Jährige war im Winter für 30 Millionen Euro von Lecce aus der Serie A auf die Insel gekommen.
In Unterzahl bewies United dann immerhin Moral und ließ sich auch von dem zweiten Treffer von Philogene zum zwischenzeitlichen Ausgleich (45.+2) nicht aus der Ruhe bringen. Harry Maguire, in der Vergangenheit auch oft Ziel der Kritik der eigenen Anhänger, nickte kurz nach Wiederbeginn zum 3:2-Siegtreffer ein.
Brisante Randnotiz: Weitere Unruhen gab es bei den Red Devils, als Alejandro Garnacho unmittelbar vor dem Pausenpfiff durch Noussair Mazraoui ersetzt wurde, um den Ausfall von Dorgu zu kompensieren. Der Argentinier stapfte sofort durch den Tunnel davon und verschwand in den Katakomben. Der Wechsel wurde von einem Teil der Heimfans ausgebuht.
Der Zittersieg gegen den aktuell 18. Platz der Premier League macht deutlich, wie schlecht es um das Team von Amorim aktuell steht. Dennoch zeigten die Red Devils Moral und punkteten in der Premier League erstmals seit drei Niederlagen in Serie wieder.