Dänemarks Handballer greifen nach einer erneuten Machtdemonstration nach ihrem vierten WM-Titel in Folge. Das Starensemble von Nationaltrainer Nikolaj Jacobsen schlug Deutschland-Bezwinger Portugal im Halbfinale von Oslo 40:27 (20:16) und kämpft am Sonntag (ab 18.00 Uhr im LIVETICKER) im Endspiel an selber Stelle gegen Kroatien um das nächste Kapitel seiner scheinbar nicht endenden Erfolgsgeschichte.
DHB-Bezwinger chancenlos
Berlins Welthandballer Mathias Gidsel war am Freitagabend mit neun Treffern der beste Werfer für die Dänen. Seit mehr als acht Jahren und unglaublichen 36 WM-Spielen sind die Skandinavier nun ungeschlagen.
„Das kommt einem fast vor wie das Dream Team von Barcelona 1992. Das war eine brutale Dominanz, da kam gar keine Mannschaft ran“, zeigte sich Ex-Nationalspieler Pascal Hens bei Eurosport von Dänemark beeindruckt. Hintergrund des Vergleichs: Die USA gewannen bei den Olympischen Spielen 1992 in überlegener Manier Gold im Basketball und gingen als „Dream Team“ in die Geschichte ein.
Handball-WM: Dänemark spart sogar Kräfte
Die Dänen setzten sich schnell mit vier Toren ab. Mitte der zweiten Halbzeit wuchs der Vorsprung gar auf zehn Treffer an, die Partie war zu dem Zeitpunkt längst entschieden. Der Topfavorit konnte in der Schlussphase bereits Kräfte sparen, schraubte das Ergebnis aber dennoch schier mühelos weiter in die Höhe.
Portugal hatte am Donnerstag in einem Verlängerungs-Krimi die Medaillenträume der deutschen Mannschaft von Bundestrainer Alfred Gislason durch ein 31:30 beendet. Die Überraschungsmannschaft stand erstmals überhaupt im Halbfinale einer Weltmeisterschaft.
Im Spiel um Platz drei am Sonntag (ab 15.00 Uhr im LIVETICKER) bietet sich dem Team um die Costa-Brüder Francisco und Martim gegen Europameister Frankreich die Chance, das starke Turnier mit einer Medaille zu krönen.
Sigurdsson-Team wartet im Finale
Die vom ehemaligen Bundestrainer Dagur Sigurdsson trainierten Kroaten hatten am Donnerstag in Zagreb Frankreich ausgeschaltet und damit auch den Gold-Traum ihres scheidenden Kapitäns Domagoj Duvnjak am Leben gehalten.
Der 36 Jahre alte Rückraumspieler des THW Kiel bestreitet das letzte Turnier für sein Heimatland und könnte nach WM-Silber, EM-Silber und Olympia-Bronze seine erfolgreiche Länderspielkarriere krönen.
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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)