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Gidsel überragt und ebnet den Füchsen den Weg nach Köln

Gidsel lässt sogar den Gegner staunen

Auch die Gegner aus Aalborg erkennen die Extraklasse des Welthandballers nach dem Viertelfinal-Hinspiel der Champions League an.
Gidsel zeigte einmal mehr gegen Aalborg sein Können
Gidsel zeigte einmal mehr gegen Aalborg sein Können
© IMAGO/nordphoto GmbH/SID/IMAGO/nordphoto GmbH / Engler
Auch die Gegner aus Aalborg erkennen die Extraklasse des Welthandballers nach dem Viertelfinal-Hinspiel der Champions League an.

Mathias Gidsel blickte fast ungläubig auf die Anzeigetafel – dabei hatte der Welthandballer höchstpersönlich den größten Anteil am klaren Erfolg der Füchse Berlin im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League.

Nach dem 37:29 (14:15) über Aalborg HB, das dem Bundesliga-Spitzenreiter die Tür zum Final Four in Köln weit öffnete, wurde der Mann des Abends daher mit Lob überschüttet - auch vom Gegner.

„Er ist einer der besten Spieler der Welt. Immer wenn er wirft, wird es ein Tor oder ein Siebenmeter. Ihm gehört die Zukunft“, sagte der Däne Niklas Landin, gemeinsam mit Gidsel Weltmeister und Olympiasieger, im Tor von Aalborg am Donnerstagabend aber oft chancenlos. Gidsel habe wieder einmal „unfassbar“ gespielt, meinte auch Martin Larsen, „er hat uns das Leben schwer gemacht.“

Gidsel-Show lässt Gegner ratlos zurück

Das galt vor allem für die zweite Halbzeit, in der Gidsel aufdrehte und sich die Füchse eine herausragende Ausgangsposition für das Rückspiel am Mittwoch (ab 18.45 Uhr im LIVETICKER) erspielten. „Ich weiß wirklich nicht, was da passiert ist“, gab der Ex-Kieler Landin zu und ergänzte: „Das Schwierigste war: Mathias Gidsel.“

Der dänische Ausnahmekönner hatte sich wieder einmal selbst übertroffen: Elf Tore, sieben davon in der zweiten Hälfte. Gidsel (26) war es, der den von ihm selbst ausgerufenen „Titeltraum“ eindrucksvoll am Leben hielt und den Weg zum Finalturnier in Köln (14./15. Juni) ebnete.

Mit einem komfortablen Acht-Tore-Vorsprung reist die Mannschaft von Trainer Jaron Siewert nun zum Rückspiel nach Dänemark. Und die Marschrichtung ist klar: „Wir fahren nicht nach Aalborg, um in Rückstand zu geraten – sondern um zu gewinnen“, betonte Linksaußen Tim Freihöfer, der mit neun Treffern ebenfalls glänzte. Siewert gab zu, das Ergebnis sei „etwas unfair für Aalborg“, warnte aber: „Wir haben eine gute Chance, doch im Handball ist alles möglich.“