Der ehemalige Bayern-Spieler Grant-Leon Ranos hat bei der armenischen Nationalmannschaft für einen Eklat gesorgt. Der Mittelstürmer des 1. FC Kaiserslautern forderte nach Angaben seines Trainers einen Platz in der Startelf für das Nations-League-Spiel gegen Georgien - was diesen öffentlich toben ließ.
Eklat um ehemaliges Bayern-Talent
„Ich möchte die Situation in Bezug auf einen der Spieler der armenischen Nationalmannschaft klären”, sagte John van ’t Schip noch vor der 1:6-Niederlage seines Teams: „Ranos hat sich in einem Gespräch mit mir selbst aus dem Team genommen, indem er einen Platz in der Startelf forderte.“
Trainer watscht Ex-Bayern-Talent ab
In seiner Trainerkarriere habe er „so etwas noch nie erlebt, dass ein Spieler damit droht, das Team zu verlassen, wenn ich ihn nicht für die Startelf nominiere.“
Und so habe Ranos „nun die Mannschaft verlassen. Wenn du so etwas tust, bist du kein Teamplayer. Ein Spieler, der nur 18 Minuten in der 2. Bundesliga gespielt hat in den letzten Monaten, fordert einen Platz in der Startelf.“
Ranos widerspricht Nationaltrainer deutlich
Der Spieler selbst stellte die Situation allerdings völlig anders dar. Auf Instagram erklärte der 21-Jährige, er habe lediglich das Gespräch mit seinem Trainer suchen wollen.
„Jeder, der mich kennt, weiß, dass es für mich die größtmögliche Ehre ist, für mein Land Armenien zu spielen“, schrieb er. In der Hoffnung auf einen vertraulichen Austausch habe er über seine Situation sprechen wollen: „Ich wollte ihn wissen lassen, dass ich bereit war, mich gut gefühlt habe und total motiviert war, zu spielen und dem Team zu helfen.“
Überraschend habe ihm van ’t Schip mitgeteilt, dass er in dessen Plänen nicht vorkomme. Gemeinsam habe man daraufhin beschlossen, dass er nach Kaiserslautern zurückkehren werde.
An den FCK ist Ranos derzeit von Borussia Mönchengladbach ausgeliehen. Sein Stern war als Spieler in der zweiten Mannschaft von Bayern München aufgegangen. Im März 2023 überzeugte er in seinem Nationalmannschaftsdebüt und wurde daher sogar als möglicher Kandidat für den Profikader des FCB gehandelt.
Im Sommer 2023 entschied er sich dann zum Schritt nach Gladbach, wo er in der Bundesliga aber nur auf zwölf Kurzeinsätze kommt (insgesamt 78 Minuten). Bei Gladbach II waren es bislang ebenfalls zwölf Spiele (6 Tore, 6 Vorlagen).