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Goretzka schafft das Weltwunder - Tah zieht sich Kimmich-Zorn zu: Die Einzelkritik der DFB-Stars

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Goretzka schafft das Weltwunder

Neben Joshua Kimmich glänzt im wilden Spiel gegen Italien vor allem Leon Goretzka beim DFB-Team. Ein Verteidiger zieht sich Zorn zu. Die SPORT1-Einzelkritik.
Welche Position ist die Richtige für Joshua Kimmich beim DFB? Im STAHLWERK Doppelpass wird darüber diskutiert.
Stefan Kumberger
ntrettin
Neben Joshua Kimmich glänzt im wilden Spiel gegen Italien vor allem Leon Goretzka beim DFB-Team. Ein Verteidiger zieht sich Zorn zu. Die SPORT1-Einzelkritik.

Eine fast perfekte erste Halbzeit, eine wacklige zweite: Deutschland zeigt beim 3:3 gegen Italien in der Nations League zwei Gesichter, steht aber dennoch im Halbfinale.

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Joshua Kimmich verdient sich nicht nur durch einen Geniestreich die beste Note, auch Leon Goretzka trumpft auf. Dafür zieht sich ein Abwehrspieler Zorn zu. Die DFB-Stars in der SPORT1-Einzelkritik.

OLIVER BAUMANN: Die vorübergehende deutsche Nummer 1 erlebte einen zunächst sehr ruhigen Abend und verbrachte viel Zeit allein in der eigenen Hälfte - doch das sollte sich nach dem Seitenwechsel ändern. Bitter dabei: Der erste Schuss auf das deutsche Tor schlug direkt ein - auch wenn er am ersten Treffer der Italiener nicht schuld war. Noch bitterer: Auch der zweite Torschuss der Gäste flog rein, wieder konnte Baumann nichts ausrichten. Gleiches Bild beim späten Ausgleich. An seine Glanztaten aus dem Hinspiel konnte er nicht anknüpfen - am Ende standen null Paraden und drei Gegentore zu Buche. SPORT1-Note: 3,5

Schlotterbeck feiert vor „seiner“ Süd

MAXIMILIAN MITTELSTÄDT: Rutschte für den zuletzt schwachen David Raum in die Startelf, beackerte die linke Seite und startete gleich mit viel Offensivdrang. Nach wenigen Sekunden gab der Stuttgarter den ersten Schuss der Partie ab. In der Folge engagiert, über die andere Seite lief allerdings mehr. Sein Anfangspensum konnte Mittelstädt nicht halten. Nach der Pause dann weitgehend unter dem Radar, ohne großen Einfluss auf das deutsche Spiel – bis sein Handspiel in der Nachspielzeit sogar den Sieg kostete. SPORT1-Note: 4

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NICO SCHLOTTERBECK: Links in der hinteren Dreierkette um keinen Zweikampf verlegen, holte sich im heimischen Stadion so immer wieder verdienten Szenenapplaus ab. So auch in der 62. Minute, als er direkt vor „seiner“ Süd einen italienischen Flankenlauf abgrätschte und das entsprechend feierte. Seinen vermeintlich verursachten Elfmeter nahm Schiri Marciniak zurecht zurück, weil Di Lorenzo zu leicht zu Boden sank. SPORT1-Note: 2,5

Tah zieht sich den Zorn von Kimmich zu

ANTONIO RÜDIGER: Erlebte im ersten Abschnitt einen wirklich ruhigen Abend in Dortmund. Hatte mit den zaghaften Offensivversuchen der Italiener keinerlei Probleme – auch weil er sich gut mit Tah abstimmte. Bekam in der 59. Minute von der Südtribüne „Rüdiger, Rüdiger“-Sprechchöre zu hören und bedankte sich, indem er den Fans applaudierte. Verlor in der starken Phase auch ein wenig den Überblick – da hätte er vielleicht energischer für Ordnung sorgen müssen. Wurde in der 77. Minute ausgewechselt. SPORT1-Note: 2,5

JONATHAN TAH: Musste bereits in der 4. Minute klärend eingreifen und hätte dabei fast ins eigene Tor getroffen. Für den Rest der ersten Halbzeit konzentriert und ohne einen einzigen Wackler. Zog sich aber in der 54. Minute den Zorn von Kimmich zu, da sein Abspiel zu schlampig ausfiel und im Seitenaus landete. Präsentierte sich beim zweiten Treffer der Italiener viel zu zaghaft und hätte da Kean entschlossener attackieren müssen. SPORT1-Note: 3

JOSHUA KIMMICH: Absolvierte erneut ein sehr gutes Spiel. In der 4. Minute wollte er Donnarumma erstmals mit einem schnell ausgeführten Freistoß überrumpeln – es blieb jedoch noch beim Versuch. Deutlich besser funktionierte das eine knappe halbe Stunde später, als sein Eckball die gesamte italienische Hintermannschaft auf dem falschen Fuß erwischte. Schon zuvor platzierte er seinen Strafstoß zum 1:0 so exakt neben den Pfosten, dass es dem italienischen Keeper auch nichts half, dass er die richtige Ecke geahnt hatte (30. Minute). Auch das 3:0 entsprang seiner Vorlage. SPORT1-Note: 1,5

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Goretzka schafft das Weltwunder

LEON GORETZKA: Aggressiv und präsent ab der ersten Sekunde. Suchte Zweikämpfe, gewann Zweikämpfe - und schaffte so das Weltwunder, als gebürtiger Bochumer, Ex-Schalker und aktueller Bayern-Profi in Dortmund (!) bejubelt zu werden. Auch bei eigenem Ballbesitz sehr auffällig und mit zahlreichen klugen Aktionen. Von ihm kam nicht zuletzt jener Steilpass, der die Gäste in Verlegenheit brachte und zum Elfmeterpfiff in der 29. Minute führte. Eines dürfte sicher sein: In dieser Form ist Goretzka aus der DFB-Elf nicht mehr wegzudenken. In der 62. Minute wurde er ausgewechselt. SPORT1-Note: 2

ANGELO STILLER: Interpretierte die Position auf der Sechs neben Goretzka deutlich agiler als es noch Pascal Groß im Hinspiel gemacht hatte. Schob auch entsprechend von hinten an und trug so zum Gelingen des deutschen Pressings bei. Tauchte phasenweise etwas unter und wirkte nicht ganz so aktiv wie Goretzka, machte seine Sache aber ordentlich. Wurde nach einer guten Stunde ausgewechselt. SPORT1-Note: 3

Sané muss sich entschuldigen

LEROY SANÉ: In der ersten Halbzeit viel unterwegs, zeigte dadurch auch defensiv eine Menge Biss. Vorne funktionierte gerade das Zusammenspiel mit Musiala gut, der eine große Moment blieb aber lange aus, weil er gegen tief stehende Italiener mitunter Probleme hatte, mit seinen Dribblings durchzukommen. Einen Flachschuss nahm Donnarumma in der 26. Minute locker auf. Der Gegentreffer geht eindeutig auf seine Kappe – der 29-Jährige entschuldigte sich auch sofort bei seinen Kollegen. Wurde in der 62. Minute ausgewechselt. SPORT1-Note: 3

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JAMAL MUSIALA: Bekam – wie immer – die besondere Bewachung der gegnerischen Mannschaft zu spüren. Blieb trotz der teilweise harten Zweikampfführung der Italiener fleißig. Profitierte bei seinem Treffer zum 2:0 von er guten Arbeit des Balljungen, Kimmichs schneller Eckball-Ausführung und der Unachtsamkeit der Italiener. Für einen alles in allem wieder guten Auftritt erhielt der Bayern-Profi bei seiner Auswechslung lautstarken Beifall. SPORT1-Note: 2

TIM KLEINDIENST: Rückte nach seinem starken Joker-Einsatz im San Siro wieder in die Startelf – und bewies schon im ersten Durchgang, weshalb diese Nominierung hochverdient war. Der 29-Jährige präsentierte sich abermals als wichtiger Pressingspieler, im Verbund mit Musiala und Sané erzwang er zahlreiche Ballverluste der Italiener. Dazu holte der Gladbacher den Elfmeter heraus, der im 1:0 resultierte und traf per Kopf zum 3:0. Im zweiten Abschnitt stand er zwar weniger im Fokus, wusste aber immer wieder, wie er die Italiener beschäftigen konnte. SPORT1-Note: 2

Adeyemi fleißig - Bisseck verpasst fast seine Einwechslung

KARIM ADEYEMI (ab 62. Minute): Kam in der 62. Minute für Sané ins Spiel und fügte sich mit einem unnötigen Foul an Bastoni nahe der Mittellinie ein, für das er prompt die Gelbe Karte sah. Danach fleißig und laufstark, in der Offensive aber ohne zwingende Aktion. Ein beherztes Solo in der Nachspielzeit blieb ungekrönt. SPORT1-Note: 3

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NADIEM AMIRI (ab 62.): Wurde für Goretzka eingewechselt und geriet damit mitten die stärkste Phase der Gäste. Konnte den schwachen Eindruck aus dem Hinspiel nicht gänzlich wettmachen. SPORT1-Note: 3

PASCAL GROSS (ab 62.): Durfte für Stiller ran. Hatte während seines Einsatzes vor allem damit zu kämpfen, die aufgekommene Hektik wieder ein wenig zu bremsen. Zeichnete sich dabei durchaus mit klugen Aktionen und wichtigen Balleroberungen aus. SPORT1-Note: 3

ROBERT ANDRICH (ab 77.): Wurde für Musiala eingewechselt und konnte nicht verhindern, dass Deutschland den klaren Vorsprung nicht über die Zeit rettete. SPORT1-Note: keine Bewertung

YANN AUREL BISSECK (ab 77.): Hätte fast seine eigene Einwechslung verpasst, weil er noch beim Warmmachen war. Kam dann aber doch für Rüdiger ins Spiel. Setzte mit seinem Kopfballversuch in der 82. Minute ein kleines Ausrufezeichen, der Ball sauste jedoch am Pfosten vorbei. SPORT1-Note: keine Bewertung