Bei Joshua Kimmich geht die Tendenz nach positiven Gesprächen am Donnerstagnachmittag in Richtung Vertragsverlängerung beim FC Bayern. Eine Einigung noch in dieser Woche ist möglich. Bei TV-Experte Dietmar Hamann ruft dies Verwunderung hervor, die er mit mahnenden Worten an die Münchner untermauert.
Mahnung an Bayern wegen Kimmich! "Man darf sich nicht blenden lassen"
Mahnung an Bayern wegen Kimmich
„Ich wüsste nicht, was das Spiel an der Situation geändert hat. Die Bayern haben das Angebot zurückgezogen. Dafür werden sie sicherlich ihre Gründe gehabt haben“, schrieb Hamann in seiner Sky-Kolumne über den 3:0-Erfolg des FC Bayern gegen Bayer Leverkusen im Achtelfinalhinspiel der Champions League.
Vor und auch nach der Partie hatte der Verein in Person von Sportvorstand Max Eberl sowie Vorstandsboss Jan-Christian Dreesen bestätigt, dass das Kimmich vorgelegte Angebot vom Tisch sei. Gleichzeitig hatte Eberl dem Mittelfeldspieler den Rücken gestärkt. Dieser sei „keiner, der auf die Kohle schaut und gierig ist, sondern der möchte eine Perspektive haben“.
„Ich sehe aus Bayern-Sicht keine Eile im Fall Kimmich“
Hamann sieht jedoch nach dem Spiel gegen Leverkusen, in dem Kimmich eine herausragende Leistung zeigte (SPORT1-Note: 1) „keinen großen Bedarf, etwas an der Entscheidung zu ändern.“ Kimmichs Auftritt sei zwar „sehr gut“ gewesen, „aber auch gegen einen Gegner, der nicht auf seinem Niveau agierte“.
Seine Warnung: „Wegen eines Spiels darf man sich nicht blenden lassen. Ich sehe da aus Bayern-Sicht weiterhin keine Eile im Fall Kimmich.“
Anders sah dies Eberl, der vor dem Spiel bedauert hatte, dass die finale Entscheidung immer noch ausstehe. „Es sollte schon zeitnah passieren. Irgendwann wird es das Ja oder das Nein geben. Es wird vor der Crunchtime sein.“ Mit seinem Auftritt auf und neben dem Rasen sammelte Kimmich in der Folge weitere Argumente für einen neuen Vertrag.
Positiv überrascht zeigte sich Hamann von der „geschlossenen Mannschaftsleistung der Münchner“ gegen den aktuellen deutschen Meister. Gegen einen Gegner, „gegen den sie zuletzt sechsmal nicht gewonnen haben“, habe Bayern „sehr souverän und unaufgeregt“ gespielt. „Diese Leistung war im Stile einer Top-Mannschaft. Das haben sie in den letzten Wochen nicht immer gezeigt.“