Im Sommer 2026 richten sich die Augen aller Fußballfans nach Nord- und Mittelamerika, wenn die Weltmeisterschaft mit dem Finale in New York ausgetragen wird. Insbesondere in den USA hoffen angesichts des Turniers viele auf einen neuen Fußball-Boom.
CL-Finale in den USA?
Damit der Fußball jedoch den traditionellen US-Top-Sportarten Football, Baseball und Basketball Paroli bieten kann, werden weitere Bemühungen von Nöten sein. Um den US-amerikanischen Markt besser zu erschließen, soll laut Angaben der englischen Zeitung Independent das Champions-League-Finale bis spätestens 2033 erstmals in den USA stattfinden.
PSG-Boss Al-Khelaifi sieht darin durchaus potenzielle Vorteile. „Man muss sich vor Augen halten, dass die USA der größte Fußballmarkt der Welt sind“, verdeutlichte er gegenüber der Sport Bild. „Jedes Unternehmen oder Projekt, das stillsteht, ist eigentlich ein Rückschritt.“
Zwar sei es dem PSG-Boss zufolge „noch immer schwierig, außerhalb Europas zu spielen“, jedoch sei er „sehr dafür, dass man anders denkt“. Man müsse darüber nachdenken, „wie wir die Champions League, den besten Wettbewerb der Welt, außerhalb Europas populärer machen können“.
Al-Khelaifi fordert Offenheit für neue Ideen
Zwar sieht Al-Khelaifi darin auch eine Gradwanderung, empfindet Innovationen jedoch als bedeutsam. „Wir müssen offen sein für neue Ideen, offen dafür, Dinge auszuprobieren und zu analysieren - ohne dabei die Interessen der Vereine, der Medien, der Fans sowie die Geschichte und Kultur des europäischen Fußballs aus den Augen zu verlieren“, stellte er beide Seiten gegenüber.
Insbesondere für die Fans der Finalisten wäre es natürlich ein erheblicher Kosten- und Zeitaufwand, extra in die USA reisen zu müssen. Auf der anderen Seite hat die NFL bereits vorgemacht, dass die Austragung von Matches in Europa, die Popularität über die Landesgrenzen hinweg steigern kann. Auch hier gibt es bereits Überlegungen, den Super Bowl in den kommenden Jahren erstmals in Europa auszutragen.
Noch kein Finalort für 2027: UEFA vor großem Vermarktungs-Deal
Ohnehin steht der Fußballsport nicht still, was bereits die Revolutionen bezüglich der Klub-WM und der Champions League beweisen. Al-Khelaifi bewertet diese positiv und lobt die UEFA ausdrücklich. „Die UEFA und Präsident Ceferin haben eine fantastische Arbeit geleistet und alle Wettbewerbe im Interesse aller reformiert“, unterstrich er.
Während die CL-Finalorte 2025 und 2026 mit München und Budapest stehen, hat die UEFA im vergangenen September dem Mailänder San Siro angesichts von nötigen Renovierungsarbeiten das Finale 2027 entzogen.
Für den Rechtezyklus von 2027 bis 2033 steht die UEFA vor dem Abschluss eines neuen Vermarktungsvertrags mit der New Yorker Agentur „Relevant Sports“. Der Verband erhofft sich zusätzliche TV-Einnahmen und eine größere Aufmerksamkeit. Ein Finale in den USA könnte dazu beitragen.