Das spektakuläre Weiterkommen im Champions-League-Achtelfinale am vergangenen Mittwoch gegen Paris Saint-Germain beschäftigt Toni Kroos auch noch eine Woche später.
Champions League: Toni Kroos über "Kack-Gefühl" gegen PSG - Felix Kroos attackiert Messi & Neymar
Kroos-Bruder kritisiert Messi und Neymar
Im Podcast „Einfach mal Luppen“, den der Real-Star zusammen mit seinem Bruder Felix betreibt, erklärt der 33-Jährige, wie es aus seiner Sicht zur geglückten Aufholjagd kam.
„Paris hat uns mit dem Fehler zum 1:1 - und hintenraus mit dem 3:1 - noch mehr Glauben verschafft. Das erste Tor hat allen nochmal einen Push gegeben. Das Stadion, das trotz des Rückstandes bis dahin schon überragend war, hat mit dem 1:1 nochmal einen Zahn zugelegt. Dann ist es ein eigenes Spiel für sich geworden - und dann hat man gemerkt, dass jeder extrem dran glaubt, es schaffen zu können.“ (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Champions League)
Allerdings habe auch der Leistungsabfall von PSG nach dem 1:1 dazu beigetragen, dass Real am Ende jubeln durfte.
Felix Kroos: PSG-Sturm zu schwach gegen Real Madrid
„Es gibt immer zwei Seiten: Die einen, die weiter dran glauben und die anderen, die nach dem Ausgleich ein Stück weit von der Rolle waren. Und so wurde das möglich“, sagte Toni Kroos.
Felix Kroos, der kürzlich seine aktive Karriere beendet hat, ergänzte: „Bei der Qualität, die (bei PSG, d. R.) auf dem Platz stand, hat mich das schon überrascht. PSG hat keinen Stich mehr gemacht, hatte keine Torchance mehr, kaum noch Zweikämpfe gewonnen. Du hast vorne zwei Spieler, die teilweise nur noch spazieren gehen und irgendwie trotzdem Weltfußballer werden wollen (vermutlich Lionel Messi und Neymar, d. R.) - da denkt man dann schon: ‚Das war schwach‘. Keiner hat sich so richtig gewehrt, alles wurde laufen gelassen.“ (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Champions League)
Toni Kroos erklärte, dass die drei Wochen nach dem 0:1 aus dem Hinspiel nicht gerade schön gewesen seien.
„Es war ganz selten der Fall in meiner Zeit bei Real, dass wir ein Rückspiel in der K.o.-Phase drehen mussten. Ich erinnere mich noch an die Saison 2015/16, als wir das Hinspiel in Wolfsburg 0:2 verloren haben. Ansonsten kann ich mich an kein Hinspiel in der K.o.-Runde erinnern, wo du einen Rückstand drehen musstest. Und das ist tatsächlich ein Kack-Gefühl in der Zeit bis zum Rückspiel, Du musst weiter in der Liga spielen, weil du da auch marschieren willst, hast aber immer im Hinterkopf: ‚Dieses Spiel haben wir verloren.‘
„Wenn du so eine Geschichte drehst...“
Im Nachhinein fühle sich ein solch spektakulärer Sieg mehr an als „nur“ das Weiterkommen in der ersten K.o.-Runde.
„Wenn du so eine Geschichte drehst, dann ist es klar, dass es sich anfühlt, als wärst du deutlich weiter im Wettbewerb, als du es am Ende der Tage bist. Leider zählt es am Ende genau so viel, ob du Paris rauswirfst oder eine andere Mannschaft. Das Szenario, der Spielverlauf, der Gegner - all das hat das Spiel zu einem sehr besonderen Achtelfinale gemacht.“