Bei dieser Kabinen-Feier wollten sogar die Bosse mit dabei sein! Die Freude und Erleichterung über den 6:0-Kantersieg über Union Berlin stand den BVB-Profis beim Gang in die Kabine ins Gesicht geschrieben. Sogar die BVB-Verantwortlichen kamen aus dem Grinsen nicht mehr heraus und sorgten nach Schlusspfiff für ungewöhnliche Szenen.
Hoher Besuch in der BVB-Kabine
Noch bevor alle Spieler in der Kabine waren, gingen auch die BVB-Bosse in Richtung Mannschaftstrakt. Die Geschäftsführer Carsten Cramer, Lars Ricken und auch BVB-Boss Hans-Joachim Watzke schritten Richtung Heim-Kabine. Dort angekommen gratulierten sie jedem Spieler, der schon in der Kabine war, persönlich. Eine große Ansprache gab es nicht. Rund zwei Minuten später folgte dem Trio sogar BVB-Präsident Reinhold Lunow, der auch noch lobende Worte loswerden wollte.

Verantwortliche in der Kabine
„Sie haben einfach gratuliert. Jeder war happy, einfach mal wieder so ein Spiel vor heimischer Kulisse feiern zu können. Das hat sehr gutgetan und viel Spaß gemacht“, meinte BVB-Torhüter Gregor Kobel nach dem Spiel im Interview mit SPORT1.
Es war nicht das erste Mal, dass die Verantwortlichen nach dem Spiel die Kabine besuchten - doch in dieser Situation und in dieser Anzahl mit Sicherheit bemerkenswert. Das Verhalten der Bosse zeigt: Die Erleichterung nach den schwierigen Wochen und der ganzen Kritik, die auf den Verein einprasselte, war enorm.
BVB-Boss Watzke erleichtert
Schon beim Treffer zum 4:0 blendeten die Fernsehbilder Watzke ein, der auf der Tribüne lachend Beifall klatschte. „Etwas länger her, dass er sich so freut“, bestätigte BVB-Sportdirektor Sebastian Kehl.
Sogar Sky-Experte Lothar Matthäus war überrascht: „Normal sieht man immer andere Bilder, wenn man da hochguckt. Wenn Dortmund ein Tor geschossen hat, waren sie häufig auch versteinert dagesessen. Da siehst du, welche Last heute von den Schultern gefallen ist - nicht nur bei den Spielern. Das hat man auf dem Platz gemerkt, aber auch oben auf der Tribüne und nach dem Spiel.“
Übrigens: Nicht alle Spieler bekamen den hohen Kabinen-Besuch der Bosse mit. Profis wie Vierfach-Torschütze Serhou Guirassy, Kapitän Emre Can oder auch Sportdirektor Sebastian Kehl gaben zu dieser Zeit noch Fernseh-Interviews.