Union Berlin hat einen großen Schritt gemacht. Den Schritt von der Überraschungs- zur Topmannschaft.
Max Kruse enthüllt Geheimnis von Union Berlin: "Gibt es bei anderen Vereinen nicht"
Max Kruse verrät Union-Geheimnis
42 Punkte nach 20 Spieltag, erster Bayern-Jäger und auch von RB Leipzig nicht aufzuhalten. Alles kein Zufall. Der ehemalige Union-Star Max Kruse hat im STAHLWERK Doppelpass auf SPORT1 im Detail erklärt, was die Eisernen so besonders macht. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)
„Aus der Ruhe bringen wird Union nichts. Ich glaube, dass es auch die Stärke von Union ist: Kein Spieler steht über dem Verein, kein Spieler verdient fünf Millionen Euro im Jahr“, meinte der derzeit vereinslose Kicker, der eineinhalb Jahre in Berlin spielte.
„Das, was Union ausmacht, ist diese Ruhe - aber auch dieser Spaßfaktor. Es hört sich komisch an, aber es ist, als ob du zu einem Kreisligaspiel gehst“, führte Kruse aus: „Es gibt vielleicht kein Bier, aber die Stimmung ist so. Du hast sehr viel Spaß in der Mannschaft, in der Kabine.“
Kruse: „Das gibt es bei anderen Vereinen nicht“
Entscheidenden Anteil am aktuellen Höhenflug habe auch Trainer Urs Fischer: Die Ruhe, die dieser ausstrahle, „überträgt sich auch auf die Spieler und den Verein. Egal, ob du ein Spiel gewinnst oder verlierst, der Ablauf bleibt immer gleich.“ Während beim FC Bayern nach drei Remis in Folge die Krise ausgerufen wird, bleibt man bei Union einfach bei sich. (DATEN: Spielplan der Bundesliga)
Zu beobachten war dies auch am Samstag beim 2:1-Auswärtserfolg, als die Eisernen auch nach einem Rückstand bei ihrem Spielstil blieben. „Das ist auch das große Plus: Jeder in der Mannschaft weiß, was er zu tun hat. Und jeder weiß, wenn er mal auf einer anderen Position ist, was er dort zu tun hat“, meinte Kruse.
Natürlich sei auch Union nicht vor Rückschlägen gefeit. Aber: Die Kompaktheit, die Gemeinschaft auf und neben dem Platz sei einzigartig: „Du kommst da hin und jeder ist genau wie der andere. Es spielt keine Rolle, ob du vorher gespielt hast, bei welchem Verein du gespielt hast. Die gehen zu sechst, siebt, acht zum Essen. Das gibt es in anderen Vereinen einfach nicht.“
Das übt Union häufiger als andere Bundesliga-Klubs
Und auch im Training hebe sich der Hauptstadt-Klub ab: „Das ist kein Zufall, dass Union so gute Standards hat. Das wird jede Woche einstudiert. Auch das ist ein großer Vorteil, den Union hat. Ich weiß nicht, ob das in anderen Verein so intensiv geübt wird wie bei Union.“
Lediglich bei Freiburg habe er eine ähnliche Vorgehensweise kennengelernt.
Hinzukommt: „Ich glaube, drei-, viermal die Woche wird elf gegen elf trainiert. Sie wissen, was sie können. Es ist eine Kontermannschaf, die sehr defensiv steht mit schnellen Spielern vorne. Das trainieren sie auch. Da werden im Training auch sieben, acht Bälle lang hinter die Kette gespielt“, erklärte Kruse.
Union obenauf - alles kein Zufall.