Aktuell kämpft Alex Frei als Trainer des FC Winterthur um den Aufstieg in die Schweizer Super League. Deutschen Fans ist er aber vor allem als Spieler von Borussia Dortmund bekannt.
Ex-BVB-Stürmer: Darum platzte mein Bayern-Wechsel - Frei spricht auch über Verhältnis zu Klopp.
Frei: Darum platzte Bayern-Wechsel
Beinahe wäre der ehemalige Stürmer sogar beim FC Bayern München gelandet. Bei Blick erzählte er nun, wieso ein Transfer zu den Münchnern im Jahr 2008 platzte. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)
Verletzung kostete Frei Bayern-Wechsel
„Jürgen Klinsmann wurde Trainer bei Bayern München“, erzählte Frei, der von 2006 bis 2009 beim BVB auf Torejagd ging. Die Münchner hätten noch einen dritten Stürmer gesucht. „Er sollte Torgefährlichkeit haben, aber auch wissen, dass er vielleicht nur eine von drei Partien absolvieren werde“, sagte Frei. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)
Der Schweizer erklärte: „Wenn man die Möglichkeit hat, zu Bayern München zu gehen, muss man es machen. Aber das hatte sich dann erledigt.“ Was er damit meinte? Die schwere Verletzung, die sich Frei im Eröffnungsspiel der EM 2008 zuzog. (DATEN: Die Tabelle der Bundesliga)
In der 42. Minute des Spiels der „Nati“ gegen Tschechien wurde Frei von Zdenek Grygera gefoult. Bei dieser Aktion zog er sich einen Innenbandriss im Knie zu und fiel länger aus. Somit platzte der Wechsel zu den Münchnern.
Stattdessen blieb Frei bei den Dortmundern – und bekam mit Jürgen Klopp einen neuen Trainer. Dass das Verhältnis der beiden nicht das beste war, ist bekannt. „Ich war ein Spieler, der nicht ins Fußballkonzept von ihm passte. Vielleicht war ich zu wenig schnell“, mutmaßte Frei.
Zwist mit Klopp? „Heute verstehe ich es“
Der 42-Jährige ergänzte: „Man hatte damals immer das Gefühl, wir hätten da tagtäglich Streit, aber das war nicht wahr.“ Sie hätten einfach unterschiedliche Auffassungen vom Spiel gehabt.
„Heute verstehe ich es als Trainer, als Spieler war es schwierig. Er stand für Pressing und Gegenpressing.“ Frei habe zu Klopp gesagt, er könne entweder 20 Tore schießen und wenig pressen, oder viel pressen und nur zwei machen.
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Und wie antwortete Klopp? „Er meinte, er könne nicht auf meine Torgefährlichkeit verzichten. Ich solle so tun, als ob ich mehr laufe – dann akzeptiere er das.“
Am Ende waren es neun Tore, die Frei in seiner Saison unter Klopp erzielte. Nach einem Jahr trennten sich die Wege. Frei kehrte zu seinem Jugendklub FC Basel zurück und gewann bis zu seinem Karriereende 2013 noch vier Schweizer Meisterschaften.