Der FC Bayern ist auf dem besten Weg zum zehnten Bundesliga-Titel in Folge.
Rummenigge: „Keiner hat etwas gesagt“
Herausforderer Borussia Dortmund scheint sich mal wieder die Zähne auszubeißen, liegt nach dem 20. Spieltag sechs Zähler zurück. Doch woran liegt das? BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke betonte einst: „Dortmunds größter Fehler war es, 2012 den FC Bayern zu sehr zu reizen.“
Damals wurde der BVB Meister und Pokalsieger – mit einem 5:2 im Finale gegen Bayern, das zudem das Finale dahoam in der Champions League auf dramatische Weise gegen den FC Chelsea verlor. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)
In der Sendung Blickpunkt Sport im BR wurde Karl-Heinz Rummenigge auf Watzkes Aussage angesprochen - und sagte: „Das kann ich bestätigen. Da war die Stimmung im Keller.“
Rummenigge: „Fulminantes Comeback“
Der langjährige Vorstandsvorsitzende der Münchner, der im Sommer von Oliver Kahn beerbt wurde, betonte, dass er sich im Anschluss an die Vize-Saison mit Uli Hoeneß (damals Präsident, Anm. d. Red.) und dem damaligen Trainer Jupp Heynckes nach der Vize-Saison hingesetzt habe: „Wir haben gesagt: Wir müssen irgendwas machen, um die Scharte wieder wegkriegen. Und im Jahr danach haben wir das Triple gewonnen. Das war ein fulminantes Comeback.“ (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)
Das wichtigste Spiel – auch im Hinblick auf das Machtverhältnis in Deutschland – sei das gewonnene Champions-League-Finale 2013 in Wembley gegen Dortmund gewesen: „Das weiß Aki Watzke auch.“ (DATEN: Die Tabelle der Bundesliga)
Gemeinsam mit Hoeneß sei er in London damals zum Stadion gefahren worden, was wegen der chaotischen Verkehrssituation anderthalb Stunden gedauert habe: „Keiner hat ein Wort gesagt. Wir wussten ganz genau: Dieses Spiel müssen wir gewinnen, egal was passiert. Da müssen wir zeigen, dass wir nicht nur in Europa, sondern auch in Deutschland der Beste sind. Von dem Tag an war es in gewisser Weise ein Selbstläufer. Das Selbstbewusstsein war zurück.“
Seit 2013 dominierten die Münchner dann die Bundesliga. Rummennigge dazu: „Zehn Jahre in Folge Meister zu werden, wäre ein richtiges Pfund.“