Der FC St. Pauli hat durch die Einführung der 2G-Regel die Zuschauerkapazität am Millerntor erhöht.
St. Paulis Präsident fordert 2G-Regel für Spieler
Zugleich machte sich Oke Göttlich, Präsident des FC St. Pauli und DFL-Präsidiumsmitglied, im Doppelpass 2. Bundesliga auf SPORT1 für die Einführung der 2G-Regel auch für Spieler stark.
St. Paulis Präsident fordert 2G-Regel auch auf dem Spielfeld
„Der Präsident des FC St. Pauli denkt, dass die DFL eine dringende Empfehlung geben muss, dass auch auf dem Spielfeld 2G herrschen muss. Und zwar als Empfehlung. Die gibt es bisher in der Deutlichkeit noch nicht. Unter den Berufsausübungsaspekten kann man von niemandem fordern und verlangen, dass er sich impft. Jeder Mensch darf selbst entscheiden, ob er sich impfen lässt oder nicht“, sagte Göttlich auf SPORT1.
Aber jeder Fußballer trage eine große gesellschaftliche Verantwortung, ergänzte Göttlich. „Es ist wichtig, dass wir den Spielbetrieb erhalten konnten. Jetzt gilt es auch, die Verantwortung von Spieler- und Vereinsseite zu übernehmen, dass sich bitte alle impfen lassen.“
Dynamo Dresdens Trainer Alexander Schmidt sagte im Doppelpass 2. Bundesliga: „Die Mannschaft ist größtenteils geimpft, mir fällt nur ein Spieler ein, der nicht geimpft ist. Ich habe mich impfen lassen und vertraue da unseren Medizinern. Ich will andere schützen. Aber ich will niemanden bevormunden. Jeder muss die Entscheidung treffen, aber muss damit leben, wenn 2G im Stadion kommt. Man muss mit den Maßnahmen dazu beitragen, dass die Menschen wieder ins Stadion können.“
Göttlich erklärt Einführung der 2G-Regel
Ab dem nächsten Heimspiel der Kiezkicker in der 2. Bundesliga gegen den FC Ingolstadt sind somit 15.000 Zuschauer zugelassen. Der Ticketerwerb ist allerdings nur mit einem Impfnachweis oder einem Nachweis eines Genesenen-Status möglich. Das teilte der Verein am Montag mit. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur 2. Bundesliga)
„Wir werden alles in 2G durchführen, wir halten es für unentbehrlich, dass die Impfung stattfindet. Es ist der beste Schutz und vor allem das Sozialste. Es geht darum, die Gesellschaft zu schützen. Wir wollen eine Möglichkeit aufzeigen, wie wir mehr Kapazitäten ermöglichen können. Wir stellen gesellschaftlich fest, dass die Impfung der beste Schutz ist“, sagte Göttlich auf SPORT1.
Generell sei es die Strategie, „über 2G-, an anderen Orten über 3G-Modelle wieder möglichst viele Menschen mit gesundheitsschutzlichen Maßnahmen ins Stadion zu bringen, um dann sukzessive über die MPK-Vorgabe (Ministerpräsidentenkonferenz, Anm.d.Red.) über 50 Prozent (der Stadionkapazität) zu kommen“, sagte DFL-Präsidiumsmitglied Göttlich.
„Und ganz ehrlich: Nach 2G kann nichts mehr, was ich mir derzeit vorstellen kann, kommen. Ich wüsste nicht, was jetzt noch fehlen würde, um über 50 Prozent zu kommen“, ergänzte der 45-Jährige. „Da ist die Politik gefragt, mit klaren Verhältnissen Vorgaben zu machen, was dann geht und was nicht. Denn es ist schon ein gewisser Flickenteppich von Bundesland zu Bundesland.“
Der Zweitligist hatte sich auch darum bemüht, einen Bereich für Menschen, die sich nicht impfen lassen können, auszuweisen. Doch dieses Konzept fand zunächst keine Zustimmung bei den Behörden. „Für die wollen wir weiterhin kämpfen“, erklärte Göttlich mit Blick auf eine mögliche Regelung für diejenigen, die sich nicht impfen lassen können. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der 2. Bundesliga)

Fast 30.000 Zuschauer fasst das Millerntor-Stadion unter normalen Umständen. Die Auslastung liegt somit bei 50 Prozent der normalen Kapazität. Zuletzt hatten die Hamburger rund 10.000 Zuschauer beim Heimspiel gegen Jahn Regensburg am 5. Spieltag (2:0) begrüßen können. (DATEN: Die Tabelle der 2. Bundesliga)
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Im deutschen Profifußball setzen auch andere Vereine auf 2G, darunter etwa die Bundesligisten 1. FC Köln, der VfL Wolfsburg oder Borussia Dortmund.