Es war ein Tag, den Serbiens Basketball-Star Borisa Simanic in seinem Leben wohl nie wieder vergessen wird. Denn das, was sich am vergangenen Montag beim dritten Vorrunden-Spiel gegen den Südsudan bei der Basketball-WM abspielte, sollte sein Leben für immer verändern.
Drama bei der Basketball-WM: Nach Ellbogenschlag - Serbien-Star muss Niere entfernt werden
Niere entfernt! Drama um Serbien-Star
Beim Stand von 106:78 für Serbien kam es weniger als zwei Minuten vor dem Ende der Partie zu einer Aktion, die den erst 25-Jährigen seine restliche Karriere als Profi-Basketballer kosten könnte.
Was war passiert? Bei einem Zweikampf unter dem Ring mit Südsudans Nuni Omot musste Simanic einen Ellenbogenschlag in seine linke Seite einstecken, bei dem seine Niere folgenschwer getroffen wurde.
Mit schmerzverzerrtem Gesicht - die Hände auf den Knien - blieb der Forward zunächst auf dem Feld, konnte infolge des Schlags jedoch nicht weiterspielen. Omot entschuldigte sich wenig später - ohne zu ahnen, was sein Schlag angerichtet hatte.
Simanic wurde nach ersten Untersuchungen in der Halle im philippinischen Manila an der Niere operiert. Zunächst schien alles in Ordnung, ehe Komplikationen auftraten und der serbische Nationalspieler starke Blutungen erlitt.
Basketball-WM: Serbien-Star verliert Niere
Wie der serbische Mannschaftsarzt Dragan Radovanovic in einer Pressemitteilung informierte, musste Simanic am vergangenen Sonntag erneut operiert werden - mit schlimmen Ausgang. Denn bei der zweiten OP wurde dem Nationalspieler die verletzte Niere komplett entfernt.
„Aufgrund der Veränderungen in der Vitalität des Nierengewebes musste die gesamte Niere operativ entfernt werden“, erklärte der Mannschaftsarzt.
Die dramatischen Folgen seines Ellbogenschlags hatten auch bei Verursacher Omot Bedauern ausgelöst, der sich öffentlich entschuldigte. „Ich entschuldige mich aufrichtig und von ganzem Herzen bei allen Zuschauern und vor allem bei dem Spieler“, sagte der 28-Jährige Südsudanese bei basketballnews.com: „Ich habe gehört, dass er am Ende ins Krankenhaus musste. Ich möchte mich entschuldigen. Ich hoffe, du wirst schnell wieder gesund. Ich bete für dich.“
Verursacher entschuldigt sich: „Bin kein schmutziger Spieler“
„Ich bin kein schmutziger Spieler, ich war noch nie ein schmutziger Spieler“, erklärte Omot außerdem.
Wie es nun mit Simanic weitergeht, ist ungewiss. „Wir erwarten und wünschen, dass der postoperative Verlauf nach diesem Eingriff reibungslos verläuft“, teilte Mannschaftsarzt Radovanovic mit Hinblick auf Simanics Genesung mit, für die er sich in seiner Heimat einer Rehabilitation unterziehen wird.
Der Forward steht in Spanien bei Basket Saragossa 2002 unter Vertrag. Am Dienstag treffen seine Mannschaftskameraden im WM-Viertelfinale auf Litauen.