Eine Titel-Chance weniger: Der FC Liverpool ist in der 3. Runde des FA Cups ausgeschieden.
Klopp erklärt Neun-Mann-Rotation
Das personell gleich auf neun Positionen veränderte Team von Trainer Jürgen Klopp unterlag beim Ligarivalen Wolverhampton Wanderers mit 1:2 (0:1) und muss damit seine Hoffnungen auf den ersten FA-Cup-Sieg seit 13 Jahren vorzeitig begraben.
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"Es liegt in meiner Verantwortung", nahm Klopp die Niederlage angesichts der Umstellungen auf seine Kappe und die ins Team hineinrotierten Akteure in Schutz. "Die Spieler stehen im Kader, weil sie gut genug sind. Es geht natürlich um Spielrhythmus, den sie nicht hatten."
Klopp rotiert: Liverpools Offensiv-Trio auf der Bank
Klopp, der in seiner Startelf unter anderem auf seine Offensivstars Mohamed Salah, Roberto Firmino und Sadio Mane verzichtet hatte, kassierte nach der ersten Saisonniederlage in der Premier League im Topspiel bei Manchester City (1:2) vergangenen Donnerstag damit den nächsten Rückschlag.
Stammkeeper Alisson stand wie Abwehrchef Virgil van Dijk gar nicht erst im Kader. Salah und Firmino wurden in der 70. Minute eingewechselt, konnten das Ruder aber auch nicht mehr herumreißen.
Raul Jimenez (38.) und Ruben Neves (55.) erzielten die Tore für die Gastgeber. Der Ex-Wolfsburger Divock Origi konnte zwischenzeitlich für die Reds ausgleichen (51.).
Xherdan Shaqiri verpasste den erneuten Ausgleich, als er einen Freistoß an den rechten Innenpfosten setzte (69.).

Lallana und Henderson fallen kurzfristig aus
"Ich weiß, dass wir es viel besser machen können", haderte Klopp. "Aber ich habe die Aufstellung aus verschiedenen Gründen so gewählt. Nach dem Spiel gegen City hatten wir sofort mehrere Spieler, die krank wurden oder Halsschmerzen hatten. All diese Dinge, die man in dieser Jahreszeit haben kann."
Mit Ausnahme von Alisson hätten so ziemlich alle Spieler, die nicht mit nach Wolverhampton gereist seien, über kleinere Probleme geklagt. "Gestern haben wir noch mit Adam Lallana und Jordan Henderson geplant, Dejan Lovren sollte nur auf der Bank Platz nehmen", erklärte Klopp. Aber dann mussten wir kurzfristig umstellen."
Er sei sich sicher, ergänzte er mit sarkastischem Unterton, "dass mir jetzt wieder einige sehr schlaue Menschen vorhalten, ich würde den Pokalwettbewerb nicht den nötigen Respekt entgegenbringen"
Premier-League-Aufsteiger Wolverhampton wiederum wurde seinem Ruf als Favoritenschreck gerecht. In der Liga punkteten die Wolves bereits gegen Manchester City (1:1), Manchester United (1:1), den FC Chelsea (2:1) und Tottenham Hotspur (3:1).
16-jähriger Hoever feiert Premiere
Bei Liverpool feierte der erst 16-jährige Ki-Jana Hoever sein Debüt. Der Niederländer ist damit der jüngste Spieler, der für Liverpool im FA Cup zum Einsatz kam.
Weil Lovren schon früh verletzungsbedingt passen musste, wurde Hoever bereits in der 6. Minute eingewechselt.
Nach einem Fehler von James Milner lief Jimenez über das halbe Spielfeld und behielt vor Torhüter Simon Mignolet die Nerven.
Neves schießt Wolverhampton zum Sieg
Im zweiten Durchgang gelang Origi der schnelle Ausgleich, doch Neves sorgte mit einem Schuss aus der Distanz für die Entscheidung.
Damit gelang Wolverhampton das gleiche Kunststück wie vor zwei Jahren, als die Wolves in der vierten Runde ebenfalls mit 2:1 an der Anfield Road triumphiert hatten.
Liverpool, Achtelfinalgegner von Bayern München in der Champions League, trifft am Samstag in der Liga auf Brighton & Hove Albion.