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Handball-EM: Der deutsche Kader

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Bei der EM in Schweden (ab So. im Livestream, Highlights im Free-TV auf SPORT1) wollen es Deutschlands Handball-Frauen ihren Landsmännern nachmachen: Die Bad Boys holten ja im Januar sensationell Gold.  Doch wer sind die Bad Girls in spe? SPORT1 stellt den finalen 17er-Kader von Bundestrainer Michael Biegler vor - und die vier am Donnerstag Ausgesiebten
Clara Woltering, 33, Tor, Borussia Dortmund, 203 Länderspiele: Spielte vier Jahre lang beim Europäischen Topklub ZRK Buducnost Podgorica, gewann dort unter anderem zwei Mal die Champions League - 2015 als wertvollste Spielerin. Geht privat gerne andere Wege, entweder beim Mountainbiken oder auf ihrem  Bauernhof im Münsterland mit 250 Mastbullen und Tausenden Hühnern
Dinah Eckerle, 21, Tor, Thüringer HC, 8 Länderspiele: Wechselte schon mit 16 Jahren in die Profi-Mannschaft des Thüringer HC.  Sammelte seither fünf Meisterschaften. Wenn sie nicht gerade Titel gewinnt, widmet sie sich ihrem Hund, geht shoppen oder studiert
Katja Kramarczyk, 32, Tor, HC Leipzig, 122 Länderspiele: Von keinem Gegner in ihrer Leistung zu bremsen (zweimal Handballerin des Jahres in Deutschland), erst eine Schwangerschaftspause zwischen Sommer 2013 und Sommer 2014 bringt eine Pause vom Sport. Seit Sohn Lasse Hans auf der Welt ist, teilt sie ihre Aufmerksamkeit zwischen Erziehung und Handball. Ihre Aufmerksamkeit aufzuteilen ist die 32-Jährige gewöhnt. Oft liest sie bis zu sechs Bücher gleichzeitig
Lone Fischer, 28, Linksaußen, Buxtehuder SV, 59 Tore in 27 Länderspielen: Geht auch ihre zweite Karriere sportlich an - als Studentin der Sportwissenschaft. Ist außerdem als Bankkauffrau ausgebildet. Erholt sich von der ganzen Bewegung am liebsten beim Shoppen und Schlafen
Saskia Lang, 29,  Rückraum links, HC Leipzig, 71 Tore in 70 Länderspielen: Musste mit 14 Jahren nach einem Handball-Unfall fast ihre Karriere beenden, saß zwei Monate im Rollstuhl und spürte ab dem Bauchnabel abwärts nichts mehr. Erholte sich dann fast schon wundersam und debütierte mit 23 Jahren in der Nationalmannschaft. Ließ sich nebenbei zur Mediengestalterin ausbilden
Emily Bölk, 18, Rückraum links/ Rückraum Mitte, Buxtehuder SV, 13 Tore in 5 Länderspielen: Gilt als Wunderkind des deutschen Handballs, hat mit 18 Jahren schon zwei Bundesligasaisons gespielt und ist das Küken in der DHB-Auswahl. Dirigiert nicht nur den deutschen Rückraum, wenn sie auf der Mitte auftaucht, sondern macht auch in ihrer Freizeit gerne Musik auf der Gitarre
Anna Loerper, 32, Rückraum Mitte, TuS Metzingen, 382 Tore in 221 Länderspielen: Die Erfahrenste im DHB-Kader und Kapitänin. War 2015 Handballerin des Jahres, auch ihre Vorbilder sind handballerische Größen: Ex-Kiel-Kapitän Stefan Lövgren und das kroatische Genie Ivano Balic
Kim Naidzinavicius, 25, Rückraum Mitte, SG BBM Bietigheim, 149 Tore in 73 Länderspielen: Betrat früher nicht das Spielfeld, wenn sie nicht ihr von Aron Palmarsson handsigniertes T-Shirt unter dem Trikot trug. Braucht den Ex-Kieler schon lang nicht mehr als Glücksbringer, überzeugt mit Wurfstärke aus dem Rückraum. Entspannt bei Kinobesuchen oder kauft gerne Klamotten ein - auch ohne Autogramme von Handballspielern
Kerstin Wohlbold, 32, Rückraum Mitte, Thüringer HC, 116 Tore in 62 Länderspielen: Sammelt deutsche Meisterschaften wie andere in der Mannschaft Schuhe. Stand schon acht Mal am Ende der Saison ganz oben. Ist neben dem Handball Grundschullehrerin - und bringt den Kindern vielleicht bei, wie das mit den Titeln funktioniert. Rast in ihrer Freizeit von steilen Bergen herunter, auf Skiern oder auf dem Snowboard
Anne Hubinger, 23, Rückraum rechts, HC Leipzig, 70 Tore in 51 Länderspielen: Auf dem Spielfeld wurfgewaltig, privat eher ein Schöngeist. Ist fasziniert von Musik und Kultur. Besuchte früher das Sportgymnasium in der Handballstadt Magdeburg. Will später selbst Lehrerin werden, studiert Grundschullehramt
Alicia Stolle, 20, Rückraum rechts, HSG Blomberg-Lippe, 5 Tore in 4 Länderspielen: Spielt ihr erstes großes Turnier mit der A-Mannschaft, debütierte erst im Oktober. Hat laut ihres Profils auf der DHB-Homepage keine Hobbys, wird sich in ihrer Freizeit also bestimmt voll auf ihr Psychologiestudium konzentrieren...
Isabell Klein, 32, Rückraum rechts, HBC Nantes, 93 Tore in 76 Länderspielen: Nutzt ihre schnellen Füße in ihrer Freizeit beim Tanzen. Hat einen berühmten Ehemann, den Ex-Kieler Dominik Klein, der sie dabei begleiten kann. Beide spielen seit 2016 in Nantes und haben einen Sohn
Svenja Huber, 31, Rechtsaußen, Borussia Dortmund, 103 Tore in 34 Länderspielen: Ist seit zehn Jahren bei der Nationalmannschaft. Liest in ihrer Freizeit gerne Geschichten über Menschen oder schreibt sie selbst als freie Journalistin
Stella Kramer, 27, Rechtsaußen, Borussia Dortmund. 11 Tore in 7 Länderspielen: Ist eine treue Seele. Spielt seit 2009 in Dortmund, blieb auch nach dem Abstieg 2010 bei den Borussen, um sechs Jahre später bis ins DHB-Pokalfinale vorzudringen. Bringt den BVB nicht nur auf dem Feld voran, sondern auch in Sachen Marketing und Vertrieb
Meike Schmelzer, 23, Kreis, Thüringer HC, 13 Tore in 19 Länderspielen: Haut nicht nur gerne Gegner, sondern auch gerne in die Tasten, wenn sie Klavier spielt. Gewann in den vergangenen beiden Saisons die Meisterschaft mit dem Thüringer HC und hatte trotzdem noch Zeit zu studieren
Julia Behnke, 23, Kreis, TuS Metzingen, 23 Tore in 25 Länderspielen: Macht im Urlaub am Pool aber trotzdem eine gute Figur. Das liegt vor allem daran, dass sie neben dem Handball - natürlich gerne Sport macht, wie sie angibt. Ist neben dem Handball Industriekauffrau
Jenny Karolius, 30, Kreis, TSV Bayer 04 Leverkusen, 8 Tore in 6 Länderspielen: Spielt seit sie neun Jahre alt ist Handball, hat aus diesen Tagen nicht nur Begeisterung für den Sport mitgenommen, sondern auch ihren Spitznamen "Flummi". Arbeitet als Ergotherapeutin neben dem Handball
Ein Quartett muss dagegen eine späte Absage verkraften: Maria Kiedrowski, 27, Linksaußen/ Rückraum links, Thüringer HC, 4 Tore in 4 Länderspielen: Ist erst seit dem 1. Juni 2016 bei der Nationalmannschaft. Hat schon zwei deutsche Meisterschaften gewonnen, hat Spaß am Handballspielen - und nach eigenen Angaben: An allem, was Freude macht
Auch nicht dabei ist Caroline Müller, 23, Rückraum Mitte, VfL Oldenburg, 3 Länderspiele: Machte 2008 eine Exkursion nach Dänemark in die Sportakademie von Viborg HK, um noch besser Handballspielen zu lernen. Blieb dann länger. Kam erst 2014 zurück nach Deutschland und wurde 2016 deutsche Nationalspielerin. Die Studentin hält ihren Kopf mit Lesen fit, ihren Körper mit Crossfit
Zuhause bleiben muss zudem Maike Schirmer, 26, Rechtsaußen, Buxtehuder SV, 7 Tore in 7 Länderspielen: Debütierte 2012 für Deutschland, brachte es aber nur auf sechs Einsätze in dieser Zeit. Übernimmt neben dem Handballspielen Aufgaben, die auch viele Trainer haben: Sie ist Erzieherin
Den endgültigen Kader verpasste auch  Jennifer Rode, 21, Rückraum rechts, TSV Bayer 04 Leverkusen, 5 Tore in 15 Länderspielen: Kann vermutlich nur grinsen, wenn Bundestrainer Michael Biegler Spielzüge auf sein Taktikbrett kritzelt. Zeichnet in ihrer Freizeit selbst gerne - wahrscheinlich aber selten Spielsysteme. Verstärkt die Nationalmannschaft seit einem Jahr mit ihrem künstlerischen Talent
Handball-EM: Der deutsche Kader
Bei der EM in Schweden (ab So. im Livestream, Highlights im Free-TV auf SPORT1) wollen es Deutschlands Handball-Frauen ihren Landsmännern nachmachen: Die Bad Boys holten ja im Januar sensationell Gold. Doch wer sind die Bad Girls in spe? SPORT1 stellt den finalen 17er-Kader von Bundestrainer Michael Biegler vor - und die vier am Donnerstag Ausgesiebten
@SPORT1-Grafik Philipp Heinemann / Imago und DPA Picture-Alliance