Einen Tag nach dem Rassismus-Eklat um Jens Lehmann muss sich nun Dennis Aogo öffentlich für einen verbalen Aussetzer entschuldigen.
Neuer Wirbel hat für Aogo Folgen
Der ehemalige Bundesliga-Spieler hatte bei einer TV-Übertragung des TV-Senders Sky die Worte "trainieren bis zum Vergasen" verwendet. "Dieses Wort darf man selbstverständlich in überhaupt keinem Zusammenhang verwenden", erklärte der einstige Nationalspieler am Donnerstag der Bild-Zeitung: "Das war ein großer Fehler, ich kann mich dafür nur aufrichtig entschuldigen."
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Aogo lässt Expertenjob bei Sky ruhen
Zudem zog Aogo weitere Konsequenzen und verzichtet vorerst auf TV-Auftritte als Experte bei Sky.
"Dennis Aogo hat sich entschuldigt und ist sich der Tragweite seiner Äußerung, die er sehr bedauert, bewusst. Er ist ein ausgezeichneter Experte in unserem Team, den wir sehr schätzen, hat aber einen großen Fehler gemacht. Aus diesem will er lernen", zitierte die Bild-Zeitung ein Statement des Senders. "Dennis Aogo hat sich entschieden, seine Expertentätigkeit bei Sky vorerst ruhen zu lassen. Dies halten wir für richtig."
In den Sozialen Medien hatte die Ausdrucksweise Aogos für Kritik gesorgt. Die Nationalsozialisten hatten während ihrer Herrschaft in Konzentrationslagern systematisch Millionen von Menschen in Gaskammern ermordet.
Aogo zu Lehmann: "Jeder Mensch macht Fehler"
Erst am Mittwoch war öffentlich geworden, dass Lehmann Aogo in einer WhatsApp als "Quotenschwarzen" bezeichnet hatte. Auch Lehmann hatte sich öffentlich entschuldigt, seine Posten bei Hertha BSC und Laureus verlor er dennoch. Auch sein Heimatverein schloss ihn aus.
Nach einem Telefonat nahm Aogo die Entschuldigung Lehmanns an und stellte sich in einem Statement sogar vor den Ex-Keeper.

"Ich fand nicht gut, was er geschrieben hat. Ich fand auch die Formulierung nicht gut. Ich finde das auch ein Stück weit respektlos, weil man sowas nicht schreibt, egal an wen die Nachricht adressiert war", sagte Aogo bei Instagram: "Trotzdem will ich sagen: Jeder Mensch macht Fehler. Jeder Mensch hat eine zweite Chance verdient und ich finde es auch nicht richtig, dass sich alle jetzt auf ihn stürzen. Ich habe ihm das abgenommen, dass es ihm leidtut und somit ist für mich dieses Thema erledigt."