Transfer-Hammer in der Bundesliga!
Hammer! Gomez zurück zum VfB
Nationalstürmer Mario Gomez verlässt den VfL Wolfsburg und kehrt zum VfB Stuttgart zurück. Das bestätigten beide Klubs am Freitag.
Gomez erhält einen Vertrag bis 2020, die Ablöse für den 32-Jährigen soll etwas mehr als drei Millionen Euro betragen.
Allerdings fehlt noch die sportärztliche Untersuchung des Stürmers, die unmittelbar vor dem Trainingsauftakt des Tabellen-14. am 3. Januar durchgeführt werden soll.
"Glücklich, wieder zu Hause zu sein"
Beim VfB hatte der im nahe Stuttgart gelegenen Unlingen geborene Gomez seine Profikarriere begonnen, 2007 wurde er mit den Schwaben Deutscher Meister.
"Ich bin sehr glücklich, wieder zu Hause zu sein, dort, wo alles für mich begonnen hat. Gerade in den letzten Tagen und in der heißen Phase habe ich immer mehr gespürt, wie sehr ich das will, wie sehr ich zurück nach Stuttgart möchte", sagte Gomez:
"Ich weiß natürlich, dass die Erwartungen groß sind und die Situation sehr herausfordernd. Es heißt ab jetzt, alles für den Klassenerhalt zu geben, eine gute Rückrunde zu spielen und zusätzlich für mich, mein Ziel die Weltmeisterschaft zu erreichen. Ich kann es nicht erwarten, bis es wirklich losgeht."




Reschke: "Torjäger der Extraklasse"
Auch Stuttgarts Sportchef Michael Reschke zeigte sich begeistert.
"Manchmal gibt es Konstellationen im Fußball, die man vorher nicht für möglich gehalten hat. Wir freuen uns sehr, dass es uns gelungen ist, Mario Gomez für die Rückkehr zum VfB zu begeistern. Und Mario ist begeistert", erklärte er.
"Das Wichtigste ist aber, dass wir mit Mario nicht nur einen Klassetyp und eine Identifikationsfigur verpflichten konnten, sondern dass wir einen Torjäger der Extraklasse bekommen. Dies ist das alles Entscheidende!"
Ähnlich äußerte sich Präsident Wolfgang Dietrich: "Es ist für den ganzen Verein ein gutes Signal, dass wir Mario wieder in der VfB-Familie begrüßen können."

2009 für 30 Millionen Euro zum FC Bayern
Gomez war 2009 für eine Ablöse von 30 Milionen Euro zum FC Bayern gewechselt, wo er in vier Jahren weitere zwei Mal Meister wurde, zudem zweimal den DFB-Pokal und 2013 die Champions League gewann.
Von München ging er zunächst zum AC Florenz und dann zu Besiktas Istanbul, das er 2016 als Torschützenkönig der türkischen Süper Lig zur Meisterschaft schoss.
Danach kehrte er in die Bundesliga zurück und spielte seitdem für den VfL Wolfsburg, wo er in 52 Bundesligaspielen 19 Tore erzielte.
Im Relegationshinspiel gegen Lokalrivale Eintracht Braunschweig traf Gomez vom Elfmeterpunkt zum 1:0-Sieg und rettete den VW-Klub vor dem Abstieg.

Insgesamt bestritt der Deutsch-Spanier bis jetzt 281 Bundesligaspiele (151 Tore) und 71 Länderspiele (31 Tore).
Mehr als ein Terodde-Ersatz
Die Niedersachsen entsprachen nun dem Wunsch von Gomez auf ein Comeback in Stuttgart, weil sie im Sturmzentrum auf Divock Origi setzen.
"Natürlich lässt man einen solchen Weltklassestürmer wie Mario nur ungerne gehen. Aber ich respektiere seinen Wunsch und wünsche ihm für die Zukunft nur das Beste", meinte VfL-Coach Martin Schmidt.
"Wir drücken ihm die Daumen, dass sich sein Traum von der WM-Teilnahme 2018 erfüllt."
Zudem kehrt Leihgabe Josip Brekalo mit sofortiger Wirkung vom VfB zu den Wölfen zurück. Darüber hinaus hatten die Stuttgarter Simon Terodde für etwa drei Millionen an den 1. FC Köln verkauft.
Der genauso teure Gomez ist sicher mehr als ein Ersatz für den Zweitliga-Torschützenkönig.