Der Freitag war hart, aber letztlich nur ein Vorgeschmack: Die Fahrt über die legendären Pyrenäen-Gipfel Tourmalet und Peyresourde auf der achten Etappe (ab 12 Uhr im LIVETICKER) ist ein Klassiker, allerdings ein leicht entschärfter.
Ein Klassiker durch die Pyrenäen
Die Zielankunft liegt nicht auf einem Berg, sondern nach einer letzten Abfahrt im Talort Bagnères-de-Luchon. Sollte eine der Favoriten im letzten Anstieg schwächeln, könnte er auf dem Weg ins Ziel noch einmal heranfahren.




Nach dem Start in Pau, die "Pyrenäen-Hauptstadt" der Tour wird nahezu jedes Jahr angefahren, geht es rund 60 km durch verhältnismäßig einfaches Terrain, ehe mit dem Aufstieg zum Tourmalet der Tanz beginnt.
Nach mehr als 1400 Höhenmetern Anstieg über 19 km mit durchschnittlich 7,4 Prozent Steigung wird auf der Passhöhe (2115 m) der Bergpreis "Souvenir Jacques Goddet" in Erinnerung an den früheren Tour-Direktor (1936 bis 1987) vergeben.




Der Tourmalet, einer der berühmtesten Tour-Berge, ist seit 1910 im Programm der Frankreich-Rundfahrt. Ein Deutscher erreichte den Gipfel noch nicht als Erster. Auf dem Weg ins Ziel warten mit der Hourquette d'Ancizan (1564 m), dem Col de Val Louron-Azet (1580 m) und vor allem dem Col de Peyresourde (1569 m) drei weitere anspruchsvolle Berge.
Das Heilbad war bereits mehr als 30-mal Tour-Ort. 1997 startete Jan Ullrich hier seine Siegfahrt nach Andorra-Arcalis und übernahm im Ziel erstmals das Gelbe Trikot.