Die Bayern-Fans feierten lautstark den abgewanderten "Fußballgott Schweinsteiger", 30-Millionen-Euro-Neuzugang Douglas Costa glänzte nach wenigen Minuten als Vorbereiter, doch der erste Auftritt von Rekordmeister FC Bayern München in der neuen Saison endete mit einer Pleite:
FC Bayern Letzter beim Telekom Cup
Beim Telekom Cup im Mönchengladbacher Borussia-Park verlor der FCB gegen den FC Augsburg und wurde am Ende sogar Letzter.
"Wir haben sie nach 20 Minuten zu sehr ins Spiel kommen lassen, daraus sind dann sechs, sieben Ecken entstanden. Sie waren heute größer als wir, wir hatten keine Innenverteidiger", sagte Bayern-Trainer Pep Guardiola, der trotzdem "zufrieden war" mit seinen vielen jungen Spielern - und dass sich niemand verletzt hatte.
Bayern lassen Chancen aus
"Augsburg hat so gespielt, wie sie spielen - wie sie erfolgreich spielen", sagte Thomas Müller nach dem 1:2 bei Sat.1. Der Nationalstürmer fand die überlegen geführte Partie vor 50.123 Zuschauern "spielerisch nicht schlecht von uns", allerdings ließen die Bayern nach der frühen Führung durch Thiago (7.) nach schöner Vorarbeit von Douglas Costa zu viele hochkarätige Chancen ungenutzt.
Alexander Esswein (29.) und Jeong-Ho Hong (35.) trafen gegen Neuzugang Sven Ulreich.
Im Spiel um Platz drei unterlag der zweite Anzug von Guardiola dann auch gegen Gastgeber Borussia Mönchengladbach mit 3:4 im Elfmeterschießen, nachdem die 45 Minuten torlos verlaufen waren.
Im Finale setzte sich der Hamburger SV mit 2:1 gegen Augsburg durch und gewann nach 2009 zum zweiten Mal den Telekom Cup. Die Treffer erzielten Mohamed Gouaida (2.) und Ivica Olic (33.), für den FCA verkürzte Tim Matavz (41.).
Gegen Augsburg hatte Guardiola neben den Neuzugängen Costa und Ulreich immerhin auch Philipp Lahm, David Alaba, Xabi Alonso, Thiago und Müller aufgeboten, doch einen Tag nach der Saisonvorstellung in der Allianz Arena fehlte den Münchnern bei einem Lattenschuss von Sebastian Rode (10.) und einem Pfostentreffer von Thiago (32.) noch die nötige Durchschlagskraft im Abschluss.
Augsburg stand tief und nutzte seine wenigen Möglichkeiten innerhalb der 45 Minuten Spielzeit konsequenter aus. Zuvor hatte der HSV Nervenstärke bewiesen. Das Team von Trainer Bruno Labbadia setzte sich nach torlosen 45 Minuten mit 5:4 im Elfmeterschießen gegen Gastgeber Borussia Mönchengladbach durch.
Den entscheidenden Elfmeter verwandelte Gojko Kacar. HSV-Schlussmann Rene Adler glänzte mit zwei Paraden. Gladbach war mit den Neuzugängen Lars Stindl, Tobias Sippel im Tor und Nico Elvedi gestartet. Der HSV begann ohne neue Gesichter im Team.
Gotoku Sakai saß nur auf der Bank. Emir Spahic ist nach seiner Sperre erst ab Montag wieder spielberechtigt.