Für Felix Magath tritt der VfB Stuttgart schon seit über zehn Jahren auf der Stelle.
Magath kritisiert VfB Stuttgart

Seit seinem Abschied im Sommer 2004 habe sich nicht viel verändert, erklärte der ehemalige Trainer der Schwaben im Interview mit der Stuttgarter Zeitung.
"Ich habe den Verein damals verlassen, weil ich keinerlei Perspektive gesehen habe", sagte der 61-Jährige und schob nach: "Wenn man nur damit zufrieden ist, in der Bundesliga mitspielen zu dürfen, dann setzt man keine Entwicklung in Gang, kann sich nicht verbessern und stagniert letztlich auch auf dem Spielfeld. Und so kommt es dann nicht von ungefähr, wenn man heute auf die Tabelle schaut und sieht: der VfB ist genau da, wo er schon stand, als ich hier 2001 angefangen habe."
Dabei schlummere im Umfeld eigentlich ein ähnliches Potenzial wie beim derzeitigen Tabellenzweiten VfL Wolfsburg, doch der Verein sei für die großen Unternehmen der Region bislang einfach nicht attraktiv und ambitioniert genug.
"Ich habe nicht den Eindruck, dass es eine Aufbruchsstimmung gibt oder eine Atmosphäre, in der man in Stuttgart auch im Fußball jene Rolle spielen will, die der Wirtschaftskraft dieser Region entspricht. Stattdessen scheinen mir zu viele ganz zufrieden damit zu sein, wie es sich der VfB eingerichtet hat", meinte Magath.
Dennoch glaubt er, dass die abstiegsgefährdeten Stuttgarter das Duell mit Spitzenreiter FC Bayern am Samstag für sich entscheiden werden: "Ich bin überzeugt davon, dass der VfB gewinnen wird. Denn die Bayern sind im Moment offensichtlich schlecht drauf."
In der Tabelle steht der VfB nach 19 Spieltagen auf dem Relegationsplatz.